Sieg und Niederlage zum Abschluss der Qualifikation
Feb20

Sieg und Niederlage zum Abschluss der Qualifikation

In der letzten Doppelrunde der Qualifikation gewinnt Ad Astra Sarnen zuhause gegen den UHC Uster mit 8:7 nach Verlängerung und verliert tags darauf gegen den UHC Waldkirch-St. Gallen mit 2:7.   (Luzerner Zeitung) 44 Minuten waren gespielt, als der Sarner Alexander Rudd den Ustermer Torwart Nicola Brütsch mit einem direkt ausgeführten Freischlag zum 6:3 erwischte. Die Obwaldner schienen auf bestem Weg, nach dem eher überraschenden Erfolg in Malans den zweiten Sieg in Folge ins Trockene zu bringen. Doch wer dies glaubte, hatte die Rechnung ohne die Gäste aus dem Zürcher Oberland gemacht: Innert neun Minuten schlugen die Ustermer gleich vier Mal zu und drehten den Spielstand zwischen der 47. und der 56. Spielminute vom 6:3 zum 6:7. Plötzlich schwammen also den Sarnern die Felle davon. «Wir waren in dieser Phase zu passiv und haben den Ustermern so selbst geholfen, wieder zurück ins Spiel zu finden. Und die zwei Strafen schienen uns das Genick zu kosten», analysierte Basil von Wyl nach Spielschluss. Aber: Die Sarner konnten den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen. Für einmal half die übliche Aktion, welche dem Trainergespann in dieser Situation noch bleibt: Timeout, Torhüter raus und mit sechs Feldspielern das Glück versuchen zu erzwingen. Die Sarner spielten den Ball vors Tor, wo Oweling im Tohuwabohu die Übersicht behielt und Brütsch zum 7:7-Ausgleich überwand. Die Verlängerung musste also erneut die Entscheidung bringen. Dort dauerte es keine Minute, ehe Basil von Wyl für Ad Astra zuschlug und den Extrapunkt sicherte. «Dieser Sieg tut uns gut und den Ustermern weh. Wer weiss, vielleicht treffen wir in den Playouts wieder auf sie», meinte der Sarner Matchwinner.   Ad Astra kann wieder Tore schiessen Über lange Strecken war in einer am Ende intensiven und spannenden Partie nicht ersichtlich, dass es in diesem Kräftemessen zumindest für den UHC Uster um viel geht: Nämlich um wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Qualifikation. Eher emotionslos plätscherte das Spiel dahin, wobei das Heimteam einen optimalen Start erwischte: Forslind und Dubacher nutzten ihre Gelegenheiten eiskalt aus, während der UHC Uster teils gute Gelegenheiten ungenutzt liegen liess. 2:0 führten die Obwaldner folglich zur ersten Pause. Auch im Mitteldrittel schienen die Sarner das Spielgeschehen im Griff zu haben und bauten die Führung kontinuierlich weiter aus. «Ich würde nicht wirklich behaupten, dass wir während zwei Dritteln unser bestes Unihockey gezeigt haben. Und trotzdem führten wir nach 40 Minuten mit 5:2. Vielleicht fühlten wir uns dadurch vor dem Schlussdrittel etwas zu sicher», reflektierte Basil von Wyl. Schlussendlich durften die Sarner mit dem Heimpublikum neben acht Treffern immerhin zwei Punkte bejubeln. Nachdem zuvor lange Zeit die Offensive das Sorgenkind war, ist die Angriffsmaschinerie in den letzten beiden Spielen in...

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Markus Furrer: „So etwas kann zu einem Booster werden“
Feb18

Markus Furrer: „So etwas kann zu einem Booster werden“

Markus Furrer (25) biegt dieses Wochenende mit den Unihockeyanern von Ad Astra Sarnen auf die Zielgeraden der NLA-Qualifikation ein..   (Ruedi Burkart | Luzerner Zeitung) Was war das für ein unglaubliches Spiel am vergangenen Samstag in der Sporthalle Lust zu Maienfeld. Im Heididorf schrieben die Sarner Unihockeyaner – notabene der Tabellenletzte – eines der verrücktesten Kapitel der Schweizer Unihockey-Geschichte. 0:4 lag das Team von Trainer Tomas Chrapek nach 35 Minuten gegen den Tabellensechsten Alligator Malans zurück und schien der 17. Niederlage im 19. Meisterschaftsspiel entgegenzusteuern. Doch zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit glich Markus Furrer auf magistrale Vorarbeit von Alexander Rudd zum 8:8 aus. Und in der Verlängerung erzielte der neue Teamcaptain Erik Oweling vor 250 Zuschauern mit seinem vierten Treffer des Spiels das siegbringende 9:8. «Die Emotionen nach diesem Tor waren unglaublich, irgendwie schwierig zu beschreiben», meint Ad Astra-Stürmer Markus Furrer mit ein paar Tagen Abstand zur magischen «Nacht von Maienfeld».   Furrer ist trotz seiner erst 25 Jahre einer der sogenannten «alten Sarner». Der Nidwaldner – er lernte sein Unihockey-ABC bei Power Wave Buochs und wohnt in Ennetbürgen – spielt seit seiner Zeit bei den U18-Junioren in Sarnen. Nach dem Aufstieg in die NLA im Frühling 2019 wechselte Furrer von der 2. Mannschaft Ad Astras ins Fanionteam. Dort fühlt sich der Offensivakteur pudelwohl, auch wenn er selbst sagt, dass er mit seiner persönlichen Leistung in den letzten Wochen nicht so richtig zufrieden ist. «Meine Skorerwerte haben definitiv noch Luft nach oben», gibt Furrer freimütig zu. Dass der unerwartete Erfolg gegen Alligator Malans so kurz vor den entscheidenden Partien um den Ligaerhalt eine durchaus positive Wirkung auf das Auftreten seiner Mannschaft in den nächsten Wochen haben kann, dessen ist sich Furrer sicher. «So etwas kann zu einem Booster werden, im besten Sinne.» Markus Furrer im Video-Interview: Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Ad Astra Sarnen (@adastrasarnen)   Ligaerhalt soll diesmal sportlich erreicht werden Mit wem sich die Sarner – momentan auf Rang 11 liegend – ab Ende Februar im Playout um den Ligaerhalt duellieren werden, ist noch völlig offen. Die beiden abschliessenden Runden der Regular Season werden zeigen, wer der Rivale sein wird. Mögliche Gegner sind die Tigers Langnau (Rang 10), Waldkirch-St.Gallen (9) oder Uster (8). Auf die nicht ganz ernst gemeinte Frage, gegen wen er am liebsten spielen würde, meint Furrer lakonisch:  «Wenn wir oben bleiben wollen, und das ist unser erklärtes Ziel, dann müssen wir gegen jede Mannschaft gewinnen.» So einfach ist das. So werden die beiden letzten Partien der Regular Season gegen Uster (Heimspiel am Samstag) und Waldkirch-St.Gallen (Auswärtspartie am Sonntag) zu einer Art wettkampfmässigem Training. «Wir wollen...

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Unruhe an der Bande vor wichtigen Spielen
Nov04

Unruhe an der Bande vor wichtigen Spielen

Keine einvernehmliche Trennung: Ad Astra entlässt Mikael Öhman. Der Trainer des Sarner NLA-Unihockeyklubs ist aus «disziplinarischen Gründen» suspendiert worden. Und das mitten in der Saison kurz vor einer sehr wichtigen Doppelrunde.   (Peter Birrer | Luzerner Zeitung) Im Juli erst kam Mikael Öhman in die Schweiz. Für den Schweden war es eine Rückkehr in das Land, in dem er vor der Jahrtausendwende schon einmal Trainer gewesen war, damals bei Lok Reinach. Der 49-Jährige unterschrieb einen Vertrag bei Ad Astra und unlängst schwärmte er noch von den Bedingungen im Verein, davon, dass er sich in Sarnen bestens aufgehoben fühle, «wie in einer Familie. Das ist ein fantastischer Klub».   Aber nun ist dieses Kapitel – ziemlich überraschend und äusserst abrupt – zu Ende: Öhman ist nicht mehr Trainer der Obwaldner, er hat seine Arbeit bei einer Holzbaufirma niedergelegt und ist bereits zurück in seine Heimat gereist. Offenbar möchte er die Trennung so darstellen, dass diese in «gegenseitigem Einvernehmen» erfolgt sei. Aber die Klubleitung von Ad Astra ist gegenteiliger Ansicht und hat auch nicht vor, das für sich zu behalten. Präsident André Küchler führt «disziplinarische Gründe» an, die zur Suspendierung geführt hätten. Was das konkret bedeutet? Darauf will er nicht näher eingehen: «Das muss als Erklärung genügen. Wir haben unsere Argumente, warum wir so gehandelt haben. Wir wehren uns nur gegen die Darstellung, dass wir uns einvernehmlich getrennt haben.»   «Enttäuscht, dass es so weit kommen musste» Küchler hat sehr turbulente, unangenehme Tage hinter sich, Tage mit vielen Sitzungen und Gesprächen. «Wir haben ihn mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung standen, unterstützt. Aber geholfen hat es nichts. Wir mussten eingestehen, dass die Zusammenarbeit leider nicht fortgeführt werden kann.» Und: «Unterschiedliche Auffassungen von professionellem Verhalten und unserer Zusammenarbeit haben uns zu diesem Schritt gezwungen. Wir sind enttäuscht, dass es überhaupt so weit kommen musste.» André Küchler selber hatte die Hoffnung, ja Überzeugung, mit Öhman einen exzellenten Ausbildner gefunden zu haben. Einen Trainer, der es schaffen würde, die Talente von Ad Astra zu fördern und auf ein so hohes Niveau zu bringen, dass der Klub bis in zwei Jahren deutlich besser aufgestellt sein würde. Umso frustrierender ist für ihn der Schnitt, wenngleich er noch einmal betont: «Es gab keine Alternative dazu.»   Doppelrunde mit einer Interimslösung Sportlich, das ist Fakt, ist Ad Astra Sarnen bislang nicht im gewünschten Tempo vorangekommen. Der Start gelang mit zwei Siegen zwar, aber danach folgten sechs Niederlagen in Serie – und das, obwohl mit Alexander Rudd im Sommer ein Spieler von Weltklasseformat verpflichtet werden konnte. Interimistisch übernehmen nun die Nachwuchstrainer Magnus Hedlund und Michal Rybka die Mannschaft, die an diesem Wochenende eine Doppelrunde absolviert: Am Samstag trifft...

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Löchrige Defensive führt zu Niederlage in Uster
Feb27

Löchrige Defensive führt zu Niederlage in Uster

Ad Astra Sarnen verliert auswärts gegen den UHC Uster mit 6:11. Ein schwaches Startdrittel stand am Ursprung der Niederlage.    Keine 14 Minuten waren gespielt, als der bedauernswerte Sarner Schlussmann Pius Amrein den Ball bereits zum vierten Mal aus dem Netz fischen musste. Zum wiederholten Mal standen seine Vorderleute nicht genug nah dran am Gegner, was die Ustermer gekonnt und kaltblütig ausnutzten. „Zu behaupten, die Startphase sei nicht das Gelbe vom Ei gewesen, ist eine starke Untertreibung. Wir standen neben den Schuhen und spielten uns so selbst in eine schlechte Ausgangslage“, ärgerte sich Routinier Roger Berchtold. Der UHC Uster verwaltete diesen frühen Vorsprung über die ganze Spieldauer gekonnt: Ad Astra kam zwar vom 4:0 auf 4:2 und später vom 8:3 auf 8:6 heran. Kleiner als zwei Tore wurde der Rückstand jedoch nie. „Auswärts sechs Tore zu erzielen, ist grundsätzlich ganz ordentlich. Aber mit elf Gegentreffern gewinnst du halt leider Gottes keinen Blumentopf“, so die Bilanz von Berchtold. Erfreulich aus Sicht von Ad Astra: Der finnische Jungspund Tuukka Haudanlampi wirbelte die Ustermer Abwehrspieler mehrmals durcheinander und verbuchte einen Hattrick. „Es war nicht alles schlecht heute“, stimmte auch Berchtold zu. „Aber wenn wir im letzten Saisonspiel in Langnau gewinnen wollen, müssen wir uns in erster Linie defensiv verbessern.“ Das angesprochene letzte Spiel gegen die Unihockey Tigers findet am nächsten Sonntag, 7. März statt (18:00 Uhr, Espace-Arena Biglen).           Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an                       Ein Beitrag geteilt von Ad Astra Sarnen (@adastrasarnen)   UHC Uster – Ad Astra Sarnen 11:6 (4:1, 4:3, 3:2) Buchholz, Uster. 0 Zuschauer. SR Colacicco/Roth. Tore: 3. Stäubli (Gallati) 1:0. 5. Berweger (Bolliger) 2:0. 12. Bolliger (Schmuki) 3:0. 14. Ledergerber (Suter) 4:0. 16. Haudanlampi (Sommerhalder) 4:1. 23. Markström (Rizzi) 4:2. 29. Suter (Bolliger) 5:2. 30. Schmid (Svatos) 6:2. 32. Berweger (Stäubli/Ausschluss Rizzi) 7:2. 37. Haudanlampi (Savinainen) 7:3. 38:34 Stäubli (Zimmermann) 8:3. 39:40 Lingg (C. von Wyl) 8:4. 42:08 Danis (R. Schöni) 8:5. 42:41 Haudanlampi (Savinainen) 8:6. 46. Zimmermann (Stäubli) 9:6. 57. Suter (Stäubli/Ausschluss R. Schöni) 10:6. 58. Zimmermann (Gallati) 11:6. Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Uster. 3mal 2 Minuten gegen Sarnen. Uster: Altwegg; Zenger, Bolliger, Schmuki, Ledergerber, Klöti; Pražan, Karlsson, Berweger, Suter, Svatoš, Gallati, Stäubli, Schläpfer, Schmid, Büsser, Zimmermann. Sarnen: Amrein; Danis, Berchtold; Muff, R. Schöni; Höltschi, J. von Wyl; Haudanlampi, Savinainen, Sommerhalder; Dubacher, Markström, Rizzi; Königshofer, Lingg, C. von Wyl; B. von Wyl, Furrer. Bemerkungen: Sarnen ohne Britschgi, Kramelhofer, Läubli und Bitterli (alle Ersatz), sowie Boschung, Durot, Durrer und M. Schöni (alle verletzt). Zimmermann (Uster) und Haudanlampi (Sarnen) als beste Spieler ihrer Teams ausgezeichnet. Links: Flickr | weitere Fotos vom Spiel von André...

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Durchkreuzt Ad Astra die Ustermer Playoff-Pläne?
Feb27

Durchkreuzt Ad Astra die Ustermer Playoff-Pläne?

Nur noch zwei Spiele stehen für Ad Astra Sarnen in dieser Saison auf dem Spielplan. In diesen können die Obwaldner den Kampf um die beiden letzten Playoff-Plätze entscheidend beeinflussen.   (Obwaldner Zeitung) Jetzt ist es definitiv: Die Taskforce des Verbandes swiss unihockey hat entschieden, dass weder Playouts noch irgendwelche Klassierungsspiele nach dem Abschluss der Challenge Round ausgetragen werden. Für Ad Astra Sarnen bedeutet dies: Lediglich noch zwei Spiele stehen auf dem Programm. Auf das Auswärtsspiel in Uster (Samstag, 17:00 Uhr) folgt zum Abschluss am Sonntag, 7. März eine weitere Auswärtspartie gegen die Tigers Langnau. Danach ist die Saison beendet. Die Qualifikation für die Playoffs ist für die Sarner bereits seit einiger Zeit ausser Reichweite. Erst vor etwas mehr als einem Monat traf Ad Astra im Qualifikations-Hinspiel auf den UHC Uster. Damals unterlagen die Obwaldner in Sarnen den Zürcher Oberländern mit 4:9. Die Ustermer zeigten sich seither in starker Form und errangen zuletzt drei Siege in Serie in der Challenge Round. Eher unerwartet haben sie sich somit eindrücklich zurück gemeldet im Kampf um einen Playoff-Platz. Auch Ad Astra zeigte sich in den vergangenen Wochen mit stark aufsteigender Tendenz und bezwang im letzten Heimspiel Chur Unihockey sicher.   Für die Sarner geht es in den beiden ausstehenden Partien grundsätzlich sportlich um nichts mehr. Ihnen kommt jedoch eine interessante Rolle zu: In den Direktduellen gegen Uster und Langnau können sie die Playoff-Pläne der beiden Teams durchkreuzen. «Das ist Motivation genug», meint Stürmer Cornel von Wyl schelmisch lächelnd. «Wer stellt nicht gerne anderen Teams ein Bein?» Scheint als wären die Akteure von Ad Astra auf den Geschmack des Siegens gekommen. Ein Gefühl, das auch im Hinblick auf die nächste Saison in der NLA und die lange anstehende Vorbereitung darauf definitiv nicht schadet.             Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an                       Ein Beitrag geteilt von Ad Astra Sarnen...

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