Ming: „Unser Anspruch ist es, die Sarganser zu bezwingen“
Feb17

Ming: „Unser Anspruch ist es, die Sarganser zu bezwingen“

  Mit der Doppelrunde vom vergangenen Wochenende wurde die Qualifikation in der Nationalliga B abgeschlossen. Die Sarner beenden diese auf dem vierten Tabellenrang. Damit sicherten sie sich das Heimrecht für die erste Playoffserie gegen den UHC Sarganserland. Wie der gebürtige Sarner Christof Ming die abgelaufene Qualifikation erlebt hat und was er und sein Team sich für die Playoffs vorgenommen haben, verrät er im Interview.Christof Ming, wie zufrieden bist du mit der abgelaufenen Qualifikation? Wir haben uns anfangs Saison ein Ziel gesetzt, das war eine Rangierung in den ersten drei Plätzen. Dies haben wir nicht erreicht, daher bin ich mit der Qualifikation nicht zufrieden. Wir hatten viele gute Momente aber auch schlechte, uns fehlte die Konstanz. Deswegen haben wir zu viele Spiele verloren. In den ersten neuen Spielen ging dein Team fünf Mal als Verlierer vom Platz. Wie erklärst du dir den schlechten Saisonstart? Dafür gab es verschiedene Faktoren. Ein wichtiger war bestimmt das Sommertraining. Es gab sehr viele Abwesende. Ausserdem konnten wir nicht am Czech Open, einem renommierten Vorbereitungsturnier in Tschechien, teilnehmen, um uns optimal auf die Saison einzustellen. Dies zeigte sich in den ersten Spielen. Wir machten viele Fehler und haben dadurch einige Spiele ärgerlich verloren. Es fehlte uns einfach an Sicherheit. Ausserdem hatten wir zu hohe Ansprüche an uns selbst. Wir wollten auf dem Niveau weiter machen, auf dem wir letzte Saison aufgehört haben. Wie fand das Team dann doch noch auf die Siegerstrasse zurück? Mit der Zeit haben wir realisiert, dass wir nicht mehr in der Verfassung aus der letzten Saison waren. Wir haben uns wieder auf die einfachen Sachen konzentriert und uns damit wieder aufgebaut. Dies führte uns schlussendlich zurück auf die Siegerstrasse. In 22 Spielen bist du mit 13 Toren und ebenso vielen Assists der viertbeste Skorer von Ad Astra. Wie zufrieden bist du mit deiner persönlichen Leistung? Normalerweise erziele ich mehr Tore als Assists. Dies spricht sicher für meine Passqualität (lacht). Nein ernsthaft. Dies wiederspiegelt, was ich bereits über das Team gesagt habe. Auch ich bekundete zu Beginn der Saison grosse Mühe. Ich schaffte es nicht, die gewohnte Konstanz auf das Feld zu bringen, welche ich selbst von mir erwarte. Ich machte über die gesamte Saison mehr Fehler als noch letztes Jahr. Auch meine Punkteausbeute ist schlechter geworden.    Was nimmst du dir persönlich für die Playoffs vor? Auf die einfachen Dinge konzentrieren. Mehr Zug aufs Tor und mehr Abschlüsse. Ich habe normalerweise eine gute Trefferquote. Je mehr ich schiesse, desto mehr Tore mache ich. Dafür muss ich den Ball aber häufiger aufs Tor bringen. Wie schätzt du den ersten Playoffgegner, den UHC Sarganserland, ein? Sie sind ein organisiertes Team, welches eine gute Mischung zwischen Pressing und schnellen Kontern...

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AAS Inside: Interview mit Gaby Peter
Jan22

AAS Inside: Interview mit Gaby Peter

  Gaby in Kürze:Name: Gaby PeterPosition: Festwirtin Ad Astra BeizliRückennummer: 15Stammverein: Ad Astra Sarnen AAS Inside: Du bist die Seele des Ad Astra Beizli. Wohl jeder, der in der DFH bereits ein Spiel von Ad Astra Sarnen besucht hat, kennt dich. Du bist stets motiviert und kannst deine Leute immer wieder motivieren. Wie bist du dazu gekommen, diese Aufgabe auf dich zu nehmen?Gaby Peter (GP): Maya Benzinger und Martina Peter sind dazumal auf mich zugekommen mit der Frage, ob ich bei einem Damen Heimspiel einspringen könnte, da zu wenige Helfer zur Verfügung gestanden sind. Ich hatte spontan zugesagt und war von Beginn weg fasziniert von der Euphorie der Ad Astra Familie. AAS Inside: Wie lange machst du diesen Job nun bereits schon?GP: Die Anfrage kam 2007, ich startete als normale Helferin – dazumal führte Mathilde Berwert noch die Geschicke des Ad Astra Beizli. Als Mathilde 2009 jemand für Ihre Nachfolge gesucht hat, wurde ich von ihr angefragt ob ich es mir vorstellen könnte, diese Aufgabe zu übernehmen. Nach reiflicher Überlegung und mit gütiger Mithilfe von meinen Helfern, habe ich mich dazu entschlossen meinen Teil in Form dieser Aufgabe zu einem erfolgreichen Spielbetrieb beizutragen. Zu Beginn war es nicht einfach, es gab noch keine Helferliste zur Orientierung. So begann ich meine Bekannten einzubinden. Heute sind es ca. 15 Freiwillige, wo rund um die Heimspiele von Ad Astra Sarnen in der Festwirtschaft mitwirken. AAS Inside: Welche Spielerin und welcher Spieler von Ad Astra sind dir besonders in Erinnerung geblieben?GP: Das ist eine ganz schwierige Frage, spontan kommt mir Helene Britschgi in den Sinn. Sie hatte immer grossen Einfluss auf das Spiel der 1. Damenmannschaft und konnte ein Spiel jederzeit entscheiden. Bei den Damen ist mir aber auch Maya Benzinger sehr präsent. Wenn Sie angesetzt hat, war immer sofort Action auf dem Feld. Wie eine Dampfwalze ist sie über den Platz gestürmt. Bei den Herren ist es vor allem Roger Berchtold mit seiner Hilfsbereiten Art. Immer wenn ich ein Anliegen betreffend 1. Mannschaft hatte, konnte ich auf ihn zurückgreifen und habe umgehend Informationen erhalten. AAS Inside: Bleibt dir neben dem Job im Ad Astra Beizli noch Zeit für ein anderes Hobby?GP: Vor Ad Astra war ich über 30 Jahre im Samariterverein als Ausbildnerin tätig. Ich habe die Kurse durchgeführt und bildete unsere Mitglieder aus. Nach so langer Zeit, war es für mich Zeit für eine Veränderung und da kam die Aufgabe für Ad Astra Sarnen gerade recht. Heute bin ich noch ein „normales“ Mitglied des Samaritervereins aber keine Ausbildnerin mehr. AAS Inside: Du kochst an den Heimspielen jeweils fürs Damen und Herren Team, damit die SpielerInnen umgehend ihre Reserven auffüllen können. Welche Gerichte mögen die Teams am liebsten?GP:...

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AAS Inside: Interview mit Roger Berchtold
Jan18

AAS Inside: Interview mit Roger Berchtold

Roger in Kürze:Name: Roger BerchtoldAlter: 27Position: VerteidigerRückennummer: 27Spitznamen: Hulk, Rogo, Bärchi, Perz, Perztold, Nogo-Rogo, RöschuStammverein: STV Giswil Dragons AAS Inside: Du gehörst mit deinen 27 Lenzen zu den erfahrenen Spielern im Kader und deine Worte haben im Team Gewicht. Bereits beim Aufstieg in die NLB in der Saison 2011/2012 hast du eine wichtige Rolle gespielt. War es schwierig für dich, bereits als junger Spieler diese Verantwortung zu übernehmen?Roger Berchtold: Gleichzeitig mit mir schafften noch zwei oder drei weitere Spieler aus meiner Altersklasse den Aufstieg in die erste Mannschaft. Mit der Zeit haben wir immer mehr Verantwortung übernommen. Dies passierte nicht von einem auf den anderen Tag. Daher ist es mir nicht sehr schwierig gefallen, diese Verantwortung zu übernehmen, sondern ich bin da herein gewachsen. AAS Inside: Deine Leistungen sind in der Regel auf einem konstant guten Niveau, die Schwankungen sind nur gering. Was ist das Geheimnis deiner Konstanz?Roger Berchtold: „Schuster bleib bei denen Leisten“, bin ich bestrebt zu sagen. Das heisst, dass ich versuche den Fokus auf meine Stärken zu legen. Meine Spielweise ist sicher nicht die spektakulärste, aber sie ist pragmatisch und zielstrebig. Das Schönspielen überlasse ich anderen Ballkünstlern, ich versuche mich in den Dienst der Mannschaft zu stellen und dem Team zu helfen. AAS Inside: Deine Behaarung ist berühmt berüchtigt, dein Bart hat es sogar einmal ins Heft von Unihockey.ch geschafft. Aus welchen Gründen trägst du dein Barthaar seit einigen Monaten in voller Pracht? Bist du vom Typ her eher ein Förster à la Herrmann Schönbächler oder eher ein Hipster? Die Playoff-Zeit hat ja noch nicht begonnen… 🙂Roger Perztold: (lacht) Den Beitrag von Unihockey.ch hatte ich bereits wieder vergessen. Den Bart trage ich definitiv nicht aufgrund einer verlorenen Wette. In meinen jungen Jahren war meine Haarpracht noch nicht so ausgeprägt wie heute. In den Playoffs konnte ich mir früher nur Koteletten wachsen lassen. Zu diesem Zeitpunkt wurde Pierina Beroggi von Unihockey.ch in der Rubrik „Ping Pong“ befragt und dort hat sie meine Koteletten erwähnt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich mein Bartwuchs und in dieser männlichen Euphorie entschied ich mich, dass ich die Haare spriessen und mir einen Vollbart wachsen lasse. Als Hipster sehe ich mich deswegen nicht. Ich komme ja aus der Handwerker-Ecke und bin darum den Förstern näher (lacht). Vom Bart her ist Benji von Ah mein Vorbild, aber da komme ich noch nicht ganz heran (seufzt). AAS Inside: Du bist in der 1. Mannschaft auch als Hulk bekannt. Da du unihockeytechnisch wohl längst nicht mehr grün hinter den Ohren bist, stellt sich für uns die Frage, woher dieser Spitzname kommt?Roger Berchtold: Angefangen hat dies als Jux unter Teamkollegen. Wir haben es sehr gut untereinander im Team und unternehmen auch neben den Trainings und Spielen immer...

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Sjöstedt: „Wir glauben an unsere Stärken“

Ad Astra Sarnen hat die Vorrunde in Tuchfühlung mit der 1.-Liga-Spitze abgeschlossen. Der Aufstieg ist für den Trainer Jörgen Sjöstedt noch kein Thema. Nach neun Spielen hat Ihr Team 16 Punkte auf dem Konto. Damit haben Sie bereits mehr Zähler als in der ganzen letzten Saison (14). Sind Sie überrascht ob dieser Steigerung?Jörgen Sjöstedt: Nein. Bereits im Vorjahr haben wir gut mitgespielt, jedoch viele Partien knapp verloren. Diesbezüglich haben wir grosse Fortschritte erzielt. Wir haben heuer die engen Spiele meist zu unseren Gunsten entschieden. Orten Sie die Fortschritte in erster Linie im mentalen Bereich?Sjöstedt: Nicht zwingend. Taktik, Technik und Mentales gehören für mich zusammen. Wir haben gelernt, in hektischen Phasen cool zu bleiben. Hierzu waren Anpassungen im technisch-taktischen Bereich zwingend nötig: Wir spielen immer einen schnellen ersten Pass, gehen bei Führung kein hohes Risiko ein und der Center sichert defensiv gegen Konter ab. Zurzeit verfügen wir über das nötige Selbstvertrauen und glauben an unsere Stärken. Dennoch – im bisherigen Saisonverlauf konnte Ad Astra noch nie zwei Partien in Folge gewinnen…Sjöstedt: … aber wir haben auch noch nie zweimal in Folge verloren. Ich messe diesem Umstand keine all zu grosse Bedeutung bei, zumal die Liga in diesem Jahr extrem ausgeglichen ist. Sie haben als einziges Team den Leader Zofingen geschlagen, andererseits gegen das Schlusslicht Bremgarten verloren. Wie erklären Sie sich diese Leistungsunterschiede?Sjöstedt: Gegen Zofingen haben wir in der Defensive stark gespielt und uns damit den Sieg verdient. In der Partie gegen Bremgarten waren wir naiv und haben völlig unnötig Punkte liegen lassen. Entscheidend für mich ist, dass wir aus Niederlagen wie eben gegen Bremgarten die richtigen Lehren gezogen und im nächsten Spiel sofort eine Reaktion gezeigt haben. Hätten Sie gegen Bremgarten gewonnen, wäre Ad Astra nach der Vorrunde auf einem Aufstiegs-Playoff-Rang.Sjöstedt: Mathematisch ja, praktisch mache ich mir zum Thema Aufstieg jedoch keine Gedanken. Zofingen, Konolfingen und Fribourg sind klar stärker als wir. Diese drei Teams werden meiner Meinung nach die beiden Plätze über dem Strich unter sich ausmachen. Der Aufstieg ist für uns in dieser Saison kein Thema. Das ursprünglich formulierte Saisonziel lautet: Besser sein als im letzten Jahr. Das haben Sie in Bezug auf die Punkte bereits erreicht. Müssen Sie das Ziel nun anpassen?Sjöstedt: Nein, wir beziehen uns nicht einzig auf Punkte und Platzierung. Wir wollen uns auch in taktischen und mentalen Belangen verbessern und arbeiten diesbezüglich stark mit Handlungszielen. Zudem wollen wir auch gegen alle Teams, gegen die wir im Vorjahr verloren haben, gewinnen. Fribourg zum Beispiel haben wir noch nie bezwungen. Nach fünf Jahren kehrte Ad Astra in diesem Herbst in die Dreifachhalle zurück. Die Rückkehr ist mit zwei Niederlagen (Bremgarten und Fribourg) jedoch misslungen. Woran liegt...

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