Abgeklärtes Fribourg ringt Ad Astra nieder
Okt09

Abgeklärtes Fribourg ringt Ad Astra nieder

Ad Astra Sarnen verliert das hart umkämpfte Heimspiel gegen den Aufsteiger Floorball Fribourg mit 3:4 nach Verlängerung. 60 Minuten reichten nicht, um einen Sieger im Aufeinandertreffen zwischen Ad Astra Sarnen und Floorball Fribourg auszumarchen. Der Schluss des Spiels in der Verlängerung passte dann aus Sicht des Heimteams zur Partie: Fribourg lancierte einen Konterangriff, Torhüter Mario Britschgi wehrte den Abschluss von der Seite zwar ab, der Ball prallte aber vors Tor auf den Schuh eines eigenen Verteidigers und von dort direkt über die Linie ins Netz. Ein unglücklicher Treffer, welcher den Gästen den vielumjubelten Extrapunkt sicherte. Floorball Fribourg war das glücklichere Team in diesem Spiel. «Aber immerhin stehen wir nicht ganz mit leeren Händen da, was bei diesem Spielverlauf durchaus möglich gewesen wäre», meinte Marco Schöni nach Spielschluss. «Trotzdem ärgert es natürlich, dass wir nicht zumindest den Zusatzpunkt holten. Aber das Spiel wollte scheinbar heute einfach nicht auf unsere Seite kippen.» Zwei torarme DrittelDie Partie zweier abgeklärten Mannschaften war über lange Zeit eher unspektakulär und lebte hauptsächlich von der Spannung. Zwei frühe Strafen bremsten die Sarner zu Spielbeginn aus. Beide Unterzahlsituationen überstanden sie jedoch schadlos, im Anschluss kam das Heimteam immer besser ins Spiel. Ad Astra hatte zwar viel Ballbesitz und trug Sorge zum Ball, hatte aber Mühe gegen die gut und kompakt stehenden Gäste zu zwingenden Chancen zu kommen. Es bedurfte – einmal mehr – einer Überzahlsituation, ehe das erste Tor gelang: Lauri Liikanen traf mit einem seiner gefürchteten Drehschüsse kurz vor dem Pausenpfiff zum 1:0 für Sarnen. Im Mitteldrittel glich das Spiel dem Geschehen in den ersten 20 Minuten. Ad Astra dominierte, fand den direkten Weg aufs Tor der Freiburger aber zu selten. Und wenn ein Sarner mal in einer guten Abschlussposition war, scheiterte er entweder am eigenen Unvermögen oder am stark aufspielenden Freiburger Schlussmann Krattinger. Auf der Gegenseite kamen die Fribourger im Mittelabschnitt nur sehr selten vors Tor von Britschgi. Umso überraschender kam der Ausgleich für die Gäste zu Stande: Die Sarner schenkten mit einem dummen Ballverlust Streit den Ball, dieser versenkte ihn platziert und humorlos via Torlatte zum 1:1 in die Maschen. Somit war das Spiel mit Beginn des Schlussabschnitts wieder ausgeglichen. Turbulente SchlussphaseDer Spielverlauf liess vermuten, dass der nächste Treffer in dieser Partie ein sehr wichtiger werden würde. Dieser gelang den Gästen: 53 Minuten waren gespielt, als Travanti mit einem abgefälschten Schuss aus dem Slot das 1:2 für die Üechtländer erzielte. Die Sarner waren darob sichtlich geschockt, genau 30 Sekunden später gelang den Gästen gar das 1:3. Moilanen reagierte und nahm ein Timeout. «Das war schon eine harte Wendung. Wir wähnten das Spiel unter Kontrolle, kassierten dann aber einen Doppelschlag und waren plötzlich unter Zugzwang», meinte Marco Schöni. Sechs...

Mehr
HII – 180/1080
Okt06

HII – 180/1080

Der Start in ein Spiel, wie in einem Plastikgefängnis fühlt er sich jeweils an:  Links und rechts farbige Plastikstäbe, rundherum zehn Spieler die nur darauf warten, dass sie auf mich einprügeln können. Dann der Pfiff – das erste Mal erklang er in dieser Saison am 16.09.2017 punktgenau um 18:02.Gleich von Beginn weg rollte ich nicht für alle Beteiligten in die gewünschte Richtung, wobei dies, zu meiner Entschuldigung, in der Natur der Sache liegt, wäre unser Sport ansonsten doch auch ziemlich langweilig. So hatte das eine Team bedeutend mehr Mühe, den Einstieg in die Partie zu finden als das andere. Aber auch das ist im von mir gewählten Sport natürlich nicht ganz unüblich. Nachdem ich auf alle Fälle innert kurzer Zeit drei Mal bei dem einen Team im Tor eingeschlagen hatte, hörte ich von dieser Seite schnell Sätze wie „Willkomme i dä zweitä Liga“ oder „Jungs, das isch nümm de Ponyhof vo letscht Jahr“. Diese Aussagen änderten aber nichts an der Tatsache, dass dieses Team, welches ich auf Grund des Dialektes dem Kanton Obwalden zuordnete, nicht richtig auf Touren kam. Zwar gelang es ihnen immer mal wieder mich im gegnerischen Tor zu versorgen, auf mehr als ein Tor Differenz kamen sie aber nie heran. Als ich nach 60 Minuten fleissig mal hierhin und mal dorthin geschoben, geschossen, getreten, gestreichelt, gedrückt und geliebkost wurde, standen im Total 15 Tore zu Buche. Für die Herren aus Obwalden war die Verteilung dieser Tore eher ungünstig. Sie versorgten mich „nur“ sechs Mal im Tor. Auf Grund dessen liegt die Annahme nahe, dass das andere Team, der Sprache nach mussten es Zürcher sein, den Sieg mit neun Toren nach Hause trug. Glücklicherweise hielt sich der Frust er Obwaldner in Grenzen und ich durfte mich ohne grössere Blessuren zu meinen Kollegen gesellen und den Nachhauseweg antreten.Das nächste Mal erblickte ich das Hallendach eine Woche später. Der Lärmpegel war massiv höher, weswegen ich darauf schloss, mich im Unihockeymekka der (Zentral)Schweiz, in Sarnen, zu befinden. Ansonsten ‚same procedure as every week‘: Plastikgefängnis, Schläge, Streicheleinheiten, Platzangstgefühl, Zerdrückungsgefahr, … Anders als letzte Woche gestaltete sich das Spiel aber deutlich weniger abwechslungsreich. Meine Wenigkeit wurde sorgfältiger behandelt und ich wurde viel weniger oft mittels einer Flugeinlage in Richtung Tor befördert. Von den Gesichtern des Heimteams, diesmal in Schwarz-Rot auflaufend nachdem es letzte Woche noch in Blau-Weiss auf dem Feld stand, konnte ich ablesen, dass sie mit dem Gebotenen auch deutlich zufriedener waren als noch letzte Woche. Meinerseits zeigte ich mich für einige blaue Flecken bei den Abwehrspielern verantwortlich, was durchaus als Kompliment für die Leidtragenden zu verstehen ist. Schlussendlich kam es wie es kommen musste, man verdonnerte mich zu Überstunden. Denn...

Mehr
Ein Eigengewächs auf steilem Weg nach oben
Okt06

Ein Eigengewächs auf steilem Weg nach oben

Der 15-jährige Noah Boschung kämpft um einen Stammplatz im NLB-Team von Ad Astra Sarnen. Sein Fernziel ist die Teilnahme mit der Schweizer Nationalmannschaft an der U19-WM im Frühling 2019. Ein Blick vom Spielfeld auf das Matchblatt im letzten Heimspiel des NLB-Teams von Ad Astra Sarnen dürfte manchen Zuschauer erstaunt haben: Jahrgang 2001 hat der Spieler mit der Nummer 96, welcher inmitten von gestandenen Männern in ihren 20-gern und 30-gern auf dem Feld stand. Mehr als doppelt so alt sind einige Teamkollegen von Noah Boschung, der gerade einmal zarte 15 Lenzen auf dem Buckel hat. Im Heimspiel gegen Davos-Klosters stand er zum ersten Mal in der Startformation von Ad Astra Sarnen. «Und er machte seine Sache mehr als nur gut», spricht ihm sein Coach Otto Moilanen ein Lob aus. «Mich überrascht dies jedoch nicht, er hat in den letzten Monaten in den Trainings und in Testspielen immer wieder gezeigt, wozu er fähig ist.» #ThrowbackTuesday: Ausschnitt aus dem Testspiel gegen @fbcostrava im Trainingslager in diesem August Das erste Tor erzielte mit Noah Boschung unser jüngster Spieler im Kader der ersten Herrenmannschaft ⏩ Jahrgang 2001! #talent #futurestar #junior #HoppSarnä ⚫ #AdAstraIschTrumpf ♠♥♣♦ #unihockey #floorball #salibandy #salihooki #innebandy #florbal #florbols #florbolEin Beitrag geteilt von Ad Astra Sarnen (@adastrasarnen) am 19. Sep 2017 um 9:47 Uhr Nichts desto trotz ist der rasante Aufstieg des sympathischen Jungen erstaunlich. Noch im Frühjahr spielte der Giswiler mit den Altersgenossen von den U16-Junioren in den Playoffs, wo sie auf dem Weg zum Meistertitel erst im Halbfinale gestoppt wurden. Ein Erfolg auf Juniorenstufe, den Ad Astra in dieser Form zuvor noch nie erreicht hat. Dies macht natürlich Hoffnung für die Zukunft, was auch der Sarner Routinier Roger Berchtold bestätigt: «Bei den Junioren ab Jahrgang 2000 hat es ein paar grosse Talente darunter. Neben einigen besonders talentierten Torhütern, sticht insbesondere Noah hervor.» Noahs Begabung ist auch den Talentspähern von Swiss Unihockey, dem Verband, nicht entgangen. Seit einigen Jahren ist er Stammgast in den Juniorenauswahlen, zuletzt wurde er erstmals für die U19-Nationalmannschaft aufgeboten. Auch dort war er der Jüngste im Team. «Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt», meint Noah mit einem Schmunzeln. Unsere talentierten Junioren Noah Boschung, @gigianii und @nils.schaelin waren diese Woche mit der U17- (Gianni), bzw. der U19-Nationalmannschaft von @swissunihockey (Noah und Nils) in Tenero am Werk Für Nils und Noah stehen die Karten gemäss Insider-Infos sehr gut, dass sie im November beim Vierländerturnier der U19-Nati mit dabei sein können! ➡ weiter so Jungs, wir sind stolz auf euch! #AdAstraIschTrumpf ♠♥♣♦ #juniors #futurestars ⭐ #proud #floorball #unihockeyEin Beitrag geteilt von Ad Astra Sarnen (@adastrasarnen) am 29. Sep 2017 um 9:09 Uhr Seine Ziele setzt Noah hoch: «Im Mai 2019 findet die nächste U19-WM statt. Dann...

Mehr
Die ersten 3 Punkte auf dem Sarner Konto
Okt03

Die ersten 3 Punkte auf dem Sarner Konto

Die Sarner Damen holten sich beim zweiten Meisterschaftsspiel in Bronschhofen mit einem Sieg von 7:6 ihre ersten 3 Punkte.  Nach dem Pfiff des Schiedsrichters starteten die Sarner schnell und waren von Anfang an bereit, denn es war für das ganze Team klar: es müssen drei Punkte her! Zudem wollte das Team, dem Teamcaptain Andrina Kiser, zum Geburtstag die Freude bereiten, 3 Punkte auf ihr Konto zu jagen. Nach den ersten sechs Spielminuten konnte Peter die Sarner mit dem ersten Treffer zur Führung bringen. Nur gut eine Minute später schoss Germann auf Pass von Kiser den zweiten Treffer. Nach dem doppelten Vorsprung wachten auch die Gegner auf und konnten nach der zehnten Spielminute den Ball in das Netz des Obwaldnerinnen-Tores versenken. Leider verloren die Sarner kurz ihre Konzentration und Bronschhofen konnte innerhalb von vier Minuten drei weitere Tore schiessen. Astra realisierte es und liessen den Ball nicht mehr an die Schaufeln der Gegner. In der 18. Minute gelang es Kiser den Anschlusstreffer zu erzielen. Und so gingen die Sarner mit einem Rücksprung von 3:4 in die erste Pause. Mit voller Energie starteten die Obwaldner das zweite Drittel. Für jede Einzelne im Team war klar, dass die St. Gallner überholt werden müssen. Zwölf Minuten dauerte es, bis Fluri den Ausgleichstreffer versenkte. Und nur zwölf Sekunden später brachte Ziegler die Sarnerinnen in Führung. Das Spiel lief hohem Niveau weiter und man merkte, dass es richtig Spass bereitete und so konnte Reding den Ball zum sechsten Mal ins gegnerische Netz treffen. Danach kamen die St. Gallnerinnen wieder einmal zum Zug – nur knapp eine halbe Minute bis sie einen Anschlusstreffer erzielten. Dadurch verliessen die Spieler in der Pause nach dem zweiten Drittel das Feld mit einem Zwischenstand von 5:6 zu Gunsten von Sarnen. Nach der kurzen Teambesprechung war weiterhin klar: fighten bis zum Schluss! Und mit dieser Einstellung gingen die Obwaldner in das letzte Drittel. Die Chancen waren ausgeglichen, nur konnte Bronschhofen in der 46. Minute den Ausgleichstreffer erzielen. Ad Astra hielte das Spiel bis zur letzten Minuten spannend. Nach knapp 58 Spielminuten konnte Meyer die Sarnerinnen in Führung bringen – das Spiel blieb dennoch spannend. Bronschhofen nahmen noch ihr Time-Out und hielten den Druck letzten Sekunde hoch. Durch die gute Defensive-Arbeit, welche das ganze Team von Obwalden leistete, gelang es den Ostschweizern nicht mehr, den Ball ins Netz von Ad Astra zu bringen. Und somit packten die Obwaldnerinnen den Sieg von 7:6 ein.  UHT H.S. Broschhofen – Ad Astra Sarnen 6:5 (4:3,1:3, 1:1) Halle Ebnet, Broschhofen. 40 Zuschauer. SR Humbel/Gassmann. Tore: 6. M. Peter (Meyer) 0:1; 7. Germann (A.Kiser) 0:2; 9. Schönholzer(Rechsteiner) 1:2; 10. Näef (Trunz) 2:2; 13. Migola 3:2; 14. Kierk (Krins) 4:2; 18. A.Kiser 4:3; 32. Fluri...

Mehr
Fünf Punkte aus zwei erknorzten Siegen in der Doppelrunde
Okt02

Fünf Punkte aus zwei erknorzten Siegen in der Doppelrunde

Ad Astra Sarnen gewinnt beide Spiele der Doppelrunde knapp. Floorball Thurgau wird mit 5:6 nach Verlängerung in die Knie gezwungen, tags darauf reisen die Iron Marmots Davos-Klosters nach einer 8:7-Niederlage ohne Punkte aus Sarnen ab. 65 Minuten waren gespielt, als Markström im Spiel gegen Thurgau in der Verlängerung dank einer Überzahlsituation viel Platz vorfand. Diesen nutzte er für einen seiner von den gegnerischen Torhütern gefürchteten Abschlüssen, der den Weg ins Netz fand. Jubelnd drehte er ab, Sarnen gewann den Extrapunkt im Auswärtsspiel gegen Floorball Thurgau. «Unser Sieg war sicher nicht gestohlen, aber wenn wir ehrlich sind, hat auch Thurgau einen Punkt aus dieser Partie verdient», gab der Siegtorschütze nach Spielschluss zu. Ein Sieg nach 60 Minuten wäre für beide Teams durchaus möglich gewesen. Aber weder auf der einen, noch auf der anderen Seite wurden die dicken Chancen in den letzten vier Minuten der regulären Spielzeit genützt. Von den Sarnern scheiterten Abegg und Liikanen am Torgehäuse und Cornel von Wyl am stark reagierenden Yannick Altwegg im Thurgauer Tor, auf der Gegenseite bedurfte es ebenfalls starken Interventionen von Torhüter Mario Britschgi, damit das Spiel in die Verlängerung ging. Sarner Specialteams überzeugenGanz allgemein war in diesem Auswärtsspiel in Weinfelden so einiges los. Sarnens Schwede Robin Markström nutzte auch die erste Überzahlsituation des Spiels in der fünften Spielminute zur 0:1-Führung für die Obwaldner. Der Ausgleich für das Heimteam fiel nach einem schön vorgetragenen Spielzug per Direktschuss aus dem Slot. Dass Sarnen mit einem Tor Vorsprung in die erste Pause gehen konnte, hatten sie ihrem Captain Roman Schöni zu verdanken. Vor dem gegnerischen Tor behielt er eine Minute vor der Sirene die Coolness und schob unter dem Torwart den Ball zum 1:2 ins Netz. Diese Führung hatte allerdings nicht lange Bestand. Ad Astra startete unkonzentriert in den Mittelabschnitt und musste bereits nach 29 Sekunden den Ausgleichstreffer hinnehmen. Erneut drückte Wattinger auf Pass von Rubi den Ball über die Linie. Kurz vor Spielmitte überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst ging Thurgau nach einem Konterangriff erstmals in der Partie in Führung. Wenig später liess sich Amstutz nach einer kleinen Rangelei zu einer unnötigen Tätlichkeit hinreissen (oder war tatsächlich eine Pferdebremse / «Rossbräme» auf der Schulter von Lienert?) und wurde dafür vom Feld gestellt. Die folgende fünfminutige Unterzahlsituation überstanden die Gäste jedoch schadlos. Mehr noch, sie erzielten durch Marco Schöni gar den Ausgleich. Die Thurgauer hatten darauf jedoch nochmals eine Antwort bereit, Lienert traf in der 37. Minute zur 4:3-Führung. Ad Astra dreht die PartieIm Schlussdrittel mussten die Gäste somit nochmals aufdrehen, um die Rückreise ins Obwaldnerland nicht ohne Punkte anzutreten. Der erneute Ausgleich zum 4:4 gelang Sarnens finnischem Flügelstürmer Lauri Liikanen nach einem Breakaway alleine vor dem gegnerischen Torwart. Der...

Mehr