Ad Astra Sarnen setzt auf Verstärkung aus dem hohen Norden
Aug07

Ad Astra Sarnen setzt auf Verstärkung aus dem hohen Norden

Schon bald startet Ad Astra Sarnen in die erste Saison in der NLA. Wie schon im Vorjahr werden die Obwaldner mit vier ausländischen Verstärkungsspielern antreten und damit das Ausländer-Kontingent voll ausschöpfen. (Obwaldner/Luzerner Zeitung) Mitte September beginnt für die Unihockeyaner von Ad Astra Sarnen die Meisterschaft. Erstmals in der Vereinsgeschichte spielen die Obwaldner in der NLA und können sich somit mit den besten Teams der Schweiz messen. Neu ist auf diese Saison hin jedoch nicht nur die Liga-Zugehörigkeit der Sarner, sondern auch die Ausländer-Regelung des Unihockey-Verbands. Ein Gentlemen’s Agreement besagt, dass in der Saison 2019/2020 maximal vier Ausländer auf dem Matchblatt stehen dürfen. Ab der Saison 2020/2021 werden noch drei Verstärkungsspieler mit fremdem Pass erlaubt sein. „Ich gehe davon aus, dass die neue Regelung keine grossen unmittelbaren Veränderungen auf die Stärkeverhältnisse der Teams haben wird. Es gab schon in der Vergangenheit nur wenige Vereine, welche mit mehr als vier Ausländern angetreten sind“, meint Gianluca Amstutz, ehemaliger Spieler und seit dem letzten Jahr Sportchef von Ad Astra Sarnen, zum Gentlemen’s Agreement. Ad Astra schöpft Ausländer-Kontingent ausWie schon im Vorjahr hat sich Ad Astra auch dieses Jahr mit vier ausländischen Feldspielern verstärkt. „Aufgrund unserer geographischen Lage ist es nicht einfach Verstärkungsspieler mit Schweizer Pass nach Sarnen zu lotsen. Dafür muss schon vieles stimmen. Folglich sind für uns gute Ausländer ein wichtiger Faktor, um bestehen zu können gegen die starke Konkurrenz“, begründet Amstutz das Engagement der ausländischen Spieler. Die Verträge mit dem Schweden Robin Markström und dem Finnen Lauri Liikanen verlängerte Ad Astra bereits im vergangenen Frühjahr. Markström nimmt seine vierte, Liikanen seine dritte Saison in Obwalden in Angriff. Mit Kaapo Savinainen und Jaska Kunelius stossen zwei weitere Finnen neu zu Ad Astra. Komplettiert wird die Finnen-Fraktion in Sarnen durch den Headcoach Eetu Vehanen, welcher in seine zweite Saison mit Ad Astra steigen wird. Sportchef Amstutz ist zufrieden mit dem Sarner Ausländer-Quartett: „Unsere Ausländer bringen allesamt grosse Erfahrung und Qualitäten mit. Wir zählen auf sie als Leader auf und neben dem Feld, zudem haben sie eine Vorbildfunktion für unsere Junioren.“ Der 33-jährige Kunelius wurde vom Verein nicht nur als Spieler für das NLA-Team, sondern auch als Junioren-Coach verpflichtet. „Für die Junioren-Förderung ist es essentiell, qualifizierte Trainer zu haben. Diese zu finden, ist jedoch nicht einfach. Die Verpflichtung von Jaska ist darum in doppelter Hinsicht sehr wertvoll für uns“, kommentiert Ad Astra-Präsident André Küchler. Da fragt sich der Aussenstehende, welchen Kosten diese Engagements für den Verein aufwerfen. „Die Coaches werden von uns finanziell für ihr erhebliches Engagement entschädigt. Aus finanziellen Gründen setzt heutzutage niemand auf die Karte Unihockey, obwohl das Ganze in den letzten Jahren immer professioneller geworden ist. Auch die Verstärkungsspieler aus dem hohen Norden kommen...

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Drama in Sarnen mit glücklichem Ende für Ad Astra
Apr08

Drama in Sarnen mit glücklichem Ende für Ad Astra

Was für ein Spiel, was für ein Krimi in der Dreifachhalle! Ad Astra Sarnen schlägt die Kloten-Dietlikon Jets in der fünften Partie der Auf-/Abstiegsspiele mit 8:7 nach Verlängerung. Nun haben die Obwaldner zwei Matchbälle für den Aufstieg in die NLA. (Stephan Santschi | Luzerner Zeitung) Robin Markström, wer sonst. Erst 45 Sekunden waren in der Verlängerung gespielt, als der Sarner Verteidiger einen Konter des Gegners unterband. Praktisch aus der Abwehrbewegung heraus suchte er sofort den Torschuss. Und traf aus beträchtlicher Distanz zum 8:7 und damit zum Golden Goal. In der mit über 600 Zuschauern bestens gefüllten Sarner Dreifachhalle brachen alle Dämme. Die fünfte Partie der Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB war entschieden, Ad Astra Sarnen führt in der Best-of-7-Serie nun mit 3:2-Siegen.Nicht nur wegen der finalen Szene war Robin Markström der Mann des Spiels. Der 28-jährige Schwede spielte in zwei von drei Linien als Verteidiger und war an diesem Abend überall anzutreffen. Hinten gefiel er mit konsequenter Aufräum- und Blockarbeit, im Spiel nach vorne bewies er mit präzisen Pässen seine Übersicht, und vor dem Tor war er eiskalt. Drei Assists liess sich Markström gutschreiben, zwei Tore erzielte er selber, und dies alles vor den Augen seines Vaters, der extra für dieses Spiel aus Schweden angereist war. „Er sagt mir immer: Nutze deine Stärken noch mehr“, erzählte Robin Markström und lachte. „Die Möglichkeit, ein Spiel zu entscheiden – das mag ich. Ich bin ein Mann für die schwierigen Momente, dafür bin ich da.“ Fans künden den Absturz des Gegners anUnd schwierige Momente gab es in diesem Krimi reichlich. Wie schon in den vergangenen beiden Begegnungen begann der B-Ligist aus Sarnen gut. Dank eines finnischen Doppelschlags durch Lauri Liikanen (18.) und Tatu Eronen (19.) stand es nach dem ersten Drittel 2:0, Cornel von Wyl verwertete in der 28. Minute einen Konter sogar zum 3:9. „Breaking News: Jets Absturz NLB“ hiess es auf einem Transparent der Sarner Fans – eine Ankündigung, die sich zu bewahrheiten schien. Die Kloten-Dietlikon Jets, die am Samstag die Serie mit einem 7:6-Heimsieg auf 2:2 ausgleichen konnten, spielten nicht schlecht, doch sie kämpften unglücklich.Ebenfalls wie in den zwei letzten Spielen vermochten die Obwaldner mit der guten Ausgangslage nicht viel anzufangen. Sie versuchten den Vorsprung zu verwalten, wurden dadurch zu passiv, begingen Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung, verloren Ruhe und Übersicht. „Wir sind zwar noch immer eine routinierte Mannschaft, aber etwas jünger als letzte Saison. Vielleicht werden wir deshalb nervös. Oder vielleicht sind wir uns Spiele vor solch einer Kulisse einfach nicht gewohnt“, rätselte Markström.Die Zürcher kamen auf und verkürzten das Skore innerhalb von 42 Sekunden auf 3:2 (33./34.). Die Obwaldner hatten zwar die richtige Antwort parat, Eronen (36.) und Markström (40.) trafen noch vor...

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Dichtestress im Unihockey – auch in Sarnen
Okt19

Dichtestress im Unihockey – auch in Sarnen

Unihockey ist hinter Fussball die populärste Teamsportart der Schweiz. Das spüren auch die Klubs in der Region. Wegen Platzmangel wurde in Obwalden Anfang Woche eine neue Halle eröffnet. (Claudio Zanini | Luzerner Zeitung) In Sarnen wurde es immer enger für die Unihockeyaner. Ad Astra, der örtliche Klub mit seinen 300 Mitgliedern, davon 200 im Juniorenalter, hatte ein Platzproblem. Zu viele Spieler, zu wenig Hallen. Doch seit Anfang dieser Woche gibt es wieder mehr Luft. Ad Astra bezog am Montag eine neue Trainingshalle im benachbarten Kägiswil. 300’000 Franken betrugen die Kosten, der Kanton beteiligte sich mit 60’000 Franken, weil der Klub einer der «wichtigsten Nachwuchsförderer im Obwaldner Sport» sei, heisst es in einer früheren Mitteilung des Regierungsrates.  Unihockey, das Spiel, das wir alle aus dem Turnunterricht kennen, zieht bei den Jungen nach wie vor. Die aktuellsten Zahlen von Swiss Olympic, sie stammen von Ende 2016, führen Unihockey auf Platz 2 der Teamsportarten mit über 32’000 Aktivmitgliedern. Vorneweg ist zwar der Fussballverband mit mehr als 281’000 Spielern. Bemerkenswert ist dennoch: Unihockey kommt noch vor Volleyball, vor Eishockey und vor Handball (siehe Grafik). Für den Vizepräsidenten von Ad Astra, Emmanuel Hofer, hat der anhaltende Boom mehrere Gründe. «Man ist in unserer Sportart schnell ins Spiel integriert. Kinder brauchen kein übermässiges Talent, um zu einem Erfolgserlebnis zu kommen. Und bei uns steht der Leistungsgedanke am Anfang nicht im Vordergrund, der Spassfaktor ist dadurch hoch.» Mit dem NLB-­Team hat man in Sarnen einen erfolgreichen Botschafter für den Sport. «Die Leistungen der ersten Mannschaft und die mediale Berichterstattung helfen uns natürlich», sagt Hofer. In den Turnhallen liegt alles bereitAuch im Kanton Uri hat Unihockey einen hohen Stellenwert. Floorball Uri ist der grösste Hallensportverein im Kanton und zählt 480 Mitglieder. Präsident Joe Stöckli sagt, der Zuwachs an neuen Spielern sei gross, das wurde ihm jüngst an der Wirtschafts- und Erlebnismesse Uri18, wo der Klub präsent war, bewusst. «Es gab sehr viele Interessenten für unsere Unihockey-Schule», sagt Stöckli. Die hohe Nachfrage erklärt er sich unter anderem mit der verhältnismässig günstigen Ausrüstung. «Man braucht im Prinzip nur einen Stock, den Rest hat man meist schon wegen des Turnunterrichts.» Und gute Stöcke gibt es schon für weniger als 100 Franken. Die Nähe zum Schulsport scheint generell ein Vorteil zu sein. So sieht es auch Lukas Heri, der Präsident von Unihockey Luzern, dem Luzerner Stadtklub. «In den Turnhallen steht das Material häufig zur Verfügung, die Kinder kennen Unihockey dank dem Turnunterricht bereits», sagt er. Nachwuchs generieren die Luzerner nicht zuletzt durch ihre Partnervereine aus Weggis, Adligenswil, Emmen und Horw, wo bereits 6- bis 7-Jährige spielen können. Den Dichtestress in den Hallen kennen die Luzerner ebenso. Vor allem im Winter, wenn auch die Fussballer ein Obdach...

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