Ad Astra findet doch noch zum Siegen
Feb22

Ad Astra findet doch noch zum Siegen

Im Heimspiel gegen Chur Unihockey holt sich Ad Astra Sarnen spät in der Saison erstmals das Punktemaximum. Gleich mit 8:3 schicken die Sarner die Bündner nach Hause. (JH) Ungewohnt erfreuliche Szenen in der Sarner Dreifachhalle nach der Schlusssirene: Die Spieler von Ad Astra liegen sich in den Armen und feiern einen deutlichen 8:3-Sieg. Und das völlig verdient. Chur Unihockey liess über die ganze Spieldauer hinweg nie den Anschein erwecken, dass es sich für sie um eine wichtige Partie handelte im Kampf um einen der zwei letzten Playoff-Plätze. Die Sarner hingegen waren präsent und legten eine Spielfreude an den Tag, an welcher sich das Heimpublikum, wenn denn welches in der Halle gewesen wäre, definitiv erfreut hätte. Immerhin: Ein paar wenige hartgesottene Fans verfolgten das Spiel von aussen durch die Scheiben der Sarner Dreifachhalle und erlebten so den höchsten Ad Astra-Sieg in der NLA live mit. Ad Astra zeigt sich effizientDie Weichen zum Sieg legte das Heimteam bereits im Startdrittel. Mit einer komfortablen 3:0-Führung gingen die Sarner nach 20 Minuten in die Garderobe. «Mit diesem Zwischenstand waren wir sicher gut bedient. Wir nutzten unsere Chancen vorne für einmal ziemlich kaltblütig aus», analysierte Torhüter Mario Britschgi. Auf den 3:1-Anschlusstreffer der Gäste in Überzahl (28.) hatten die Sarner die unmittelbare Antwort bereit: Cornel von Wyl traf in seiner typischen Manier kurz vor Spielmitte zum 4:1. Und es kam noch besser: In der 31. Minute nutzte Ad Astra auch das zweite Powerplay an diesem Abend aus, Haudanlampi drückte einen Pass von Danis über die Linie. Reich im Tor der Churer hatte genug und liess sich auswechseln, Ersatzmann Hutter musste jedoch bereits den ersten Abschluss auf sein Tor aus dem Netz fischen: Luca Rizzi traf für Ad Astra platziert zur komfortablen 6:1-Führung. «In dieser Phase lief es uns wie am Schnürchen. Etwas, das wir lange nicht mehr feststellen durften», freute sich Britschgi. Britschgi stark, Markström gehtNeben der Treffsicherheit der Stürmer, konnte Ad Astra an diesem Abend auch auf die Reflexe von Britschgi zählen. Wenn die Churer einmal in guten Abschlusspositionen waren, vereitelte der Schlussmann der Obwaldner mehrmals stark. «Dieser Sieg ist das Resultat einer geschlossenen Teamleistung. Wir hatten heute über die gesamte Spieldauer hinweg keine schwache Phase», so Britschgi. Seine eigene Leistung krönte Britschgi gar mit einem Assist: Einen weiten Auswurf verwertete Robin Markström mit einem präzisen Hocheckschuss zum zwischenzeitlichen 7:2. Auf die Tore des schussgewaltigen Schweden wird Ad Astra in der nächsten Saison nicht mehr zählen können. Nach fünf Saisons und 121 Treffern (!) in der Meisterschaft bricht Markström mit seiner Freundin und der kürzlich geborenen Tochter seine Zelte im Obwaldnerland ab und kehrt in die Heimat zurück. Ein herber Verlust für Ad Astra, den es zu ersetzen...

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Ad Astra schielt bereits auf die neue Saison
Feb18

Ad Astra schielt bereits auf die neue Saison

Noch drei Spiele stehen in der Challenge Round für Ad Astra Sarnen auf dem Programm. Wichtiger ist für die Obwaldner in diesen Tagen jedoch die Planung der Zukunft. (Obwaldner Zeitung) Seit einigen Wochen ist klar, dass Ad Astra Sarnen auch in der nächsten Saison in der NLA wird antreten können. Corona-bedingt wird es in dieser Saison erneut keine Absteiger geben, den Platz im Oberhaus haben die Sarner darum bereits jetzt auf sicher. Eine Ausgangslage, welche sich die Verantwortlichen neben dem Platz versuchen zu Nutze zu machen. «Diese Situation gibt uns eine gewisse Planungssicherheit», so Sportchef Gianluca Amstutz. «Wir versuchen dies zu nutzen und treiben darum die Kaderplanung für die erste Mannschaft mit Hochdruck voran». Die Aufgabe für Amstutz und seine vierköpfige Sportkommission ist keine einfache, gilt es doch die Rücktritte mehrerer Routiniers zu kompensieren. «Ja, es wird bei uns einen kleinen Umbruch geben», bestätigt Amstutz. «Wir haben schon viele Gespräche geführt über die Zukunft mit Spielern aus dem bestehenden Kader, aber auch mit potentiellen Neuzugängen.» Erste positive Neuigkeiten gibt es bereits zu vermelden: Per sofort und bis Saisonende leiht Ad Astra Joël Königshofer vom NLB-Spitzenteam Floorball Thurgau aus. Für Spieler und Verein gleichermassen ist es ein Beschnuppern im Hinblick auf ein mögliches Engagement in der nächsten Saison. Amstutz: «Joël ist ein ambitionierter Spieler aus der NLB, der sich gerne in der NLA versuchen möchte. Wir sind gezielt auf der Suche nach solchen Spielern, um uns zu verstärken.» Während die Leihe von Königshofer beginnt, endet diejenige von Pascal Beutler nach etwas mehr als einem Monat. «Für Pascal kam ein Wechsel auf die nächste Saison hin von Kloten zu uns aufgrund des grossen Anfahrtsweges leider nicht in Frage. Darum haben wir das Engagement mit ihm beendet.» Luca Rizzi, der dritte Leihspieler aus der NLB im Kader von Ad Astra, wird auch noch die restlichen drei Spiele der Saison für die Sarner bestreiten. Wie die sportliche Zukunft des Bündners und aktuellen Topskorers der Sarner aussieht, ist noch offen. Der Wunsch von Sportchef Amstutz ist jedoch klar: «Luca hat voll eingeschlagen bei uns, wir möchten ihn unbedingt behalten.» Unklar ist bei Ad Astra auch die Trainer-Situation für die nächste Saison. Man sei mit Michal Rybka in fortgeschrittenen Gesprächen für eine Fortführung des Engagements, lässt Amstutz verlauten. «Dieser Posten hat für uns die höchste Priorität, wir hoffen darum die Lösung baldmöglichst präsentieren zu können.»  Letztes Heimspiel der Saison gegen Chur Am Samstag empfängt Ad Astra Sarnen Chur Unihockey zum letzten Heimspiel der Saison (18:00 Uhr, Dreifachhalle Sarnen). Während es für die Obwaldner sportlich um nichts mehr geht, kämpfen die Bündner um einen von zwei verbleibenden Playoff-Plätzen und sind darum auf jeden Punkt angewiesen. Nach der klaren Niederlage in...

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80 schwarze Minuten führen zu zwei weiteren Niederlagen
Feb10

80 schwarze Minuten führen zu zwei weiteren Niederlagen

Ad Astra Sarnen geht in der Doppelrunde leer aus. Gegen den Tabellennachbarn aus Langnau kassieren die Obwaldner am Samstag eine empfindliche 1:12-Niederlage. Tags darauf mussten sie den Heimweg nach der 2:6-Niederlage gegen Chur erneut ohne Punkte antreten. (Melk von Flüe | Obwaldner Zeitung) Nach 55 Minuten hatte Ad Astras Goalie Mario Britschgi genug: Wutentbrannt warf er nach dem zwölften Gegentreffer seinen Helm weg und liess sich auswechseln. Seine Vorderleute liessen Britschgi ein ums andere Mal im Stich, sodass die Angreifer der Unihockey Tigers Langnau einfaches Spiel hatten, den Sarner Keeper zu überwinden. Das Endresultat von 1:12 aus Sicht des Heimteams ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Denn die Obwaldner liessen für einmal auch den Willen vermissen, sich gegen die Niederlage zu stemmen. Sie ergaben sich fast kampflos ihrem Schicksal.Die Gäste aus dem Emmental, eine Mannschaft ohne Ausländer im Kader, dominierten die Partie von der ersten Sekunde an. Sie setzten die ballführenden Sarner mit aggressivem Pressing sofort unter Druck und provozierten dadurch immer wieder Ballverluste und Fehlzuspiele. «Sie haben uns regelrecht überfahren. Wir waren 60 Minuten lang nicht auf dieses Tempo eingestellt», so die schonungslose und ehrliche Analyse von Roger Berchtold. Ad Astras Verteidiger – wie auch seinen Mitspielern – war nach dem Spiel die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Denn zu den defensiven Aussetzern gesellte sich auch noch eine offensive Flaute. Die fehlende Präzision im Aufbauspiel verunmöglichte kontrollierte Angriffe. «Wir haben zu wenig kreiert und waren ideenlos», befand Berchtold. «Wenn wir mal zehn Sekunden lang den Ball hatten, war dies schon viel.» Misslungene Playout-HauptprobeAuch wenn Ad Astra in seiner ersten NLA-Saison bereits einige deutliche Niederlage kassiert hat: Diese gegen Langnau schmerzt besonders. Einerseits, weil das Team von Eetu Vehanen zuletzt den Eindruck erweckte, endlich in der NLA angekommen zu sein. Der Sieg gegen Thun (5:4) und der gute Auftritt im Derby gegen Zug (5:8) liessen einen Aufwärtstrend erahnen. Die Natipause bremste diesen Schwung allerdings. «Die Pause kam für uns zum einem schlechten Zeitpunkt», sagte Roger Berchtold. Man habe gut trainiert und sei heiss auf das Spiel gegen Langnau gewesen. Umso unerklärlicher sei die schwache Leistung. Andererseits muss die Niederlage zu denken geben, weil die Tigers Langnau ein möglicher Gegner in den bevorstehenden Playouts ist. Bei Ad Astra hatte man das Spiel vom Samstag denn auch als Playout-Hauptprobe bezeichnet. Diese ging gehörig schief. Das 1:12 lässt darauf schliessen, dass den Obwaldnern ein harter Abstiegskampf bevorsteht. Ein Weckruf zur richtigen Zeit?Zwei kleine positive Aspekte gab es rund um die Kanterniederlage gegen Langnau doch. «Dieses 1:12 kommt vielleicht zum richtigen Zeitpunkt», meinte Roger Berchtold – als Weckruf für die Playouts sozusagen. Und: Erstmals in dieser NLA-Saison trug Lauri Liikanen das Ad-Astra-Trikot. Der langzeitverletzte Finne absolvierte...

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Hauptprobe vor den Playouts
Feb07

Hauptprobe vor den Playouts

Nach zwei Wochen ohne Ernstkampf steht für Ad Astra Sarnen am Wochenende eine Doppelrunde bevor. (Obwaldner Zeitung) Mit einem guten Gefühl durfte Ad Astra Sarnen den Gang in die Nationalmannschafts-Pause vor zwei Wochen antreten. Aus gutem Grund: Dank des lange erduldeten ersten Heimsiegs gegen den UHC Thun konnten die Obwaldner die ungeliebte rote Laterne des Tabellenschlusslichts dem Gegner mit auf den Weg über den Brünig geben. Das Zentralschweizer-Derby gegen Zug United drei Tage führte zwar zu keinem zählbaren Ergebnis in Form von weiteren Punkten für Ad Astra. „Aber unsere Leistung in dieser Partie gegen einen spielstarken Gegner stimmte mich sehr zuversichtlich. Unser Angriffsspiel funktionierte so gut wie noch nie in dieser Saison. Diese Erkenntnis haben wir gerne mit in die spielfreie Zeit mitgenommen“, so Assistenz-Trainer Roger Hänni. In der Phase ohne Ernstkämpfe arbeiteten die Sarner ganz gezielt an diesem Aspekt, so der 34-Jährige: „Der Fokus in den Trainings lag in den letzten Wochen klar auf dem Spiel mit Ball und dem Zusammenspiel in den Linien. Die Fortschritte in den Trainings sind deutlich erkennbar, jetzt müssen wir dies auch im Ernstkampf auf dem Feld zeigen können.“ Zwei Gegner in SchlagdistanzGelegenheit dazu bietet sich den Obwaldnern am Wochenende gleich doppelt: Am Samstag empfängt Ad Astra die Unihockey Tigers Langnau (20:00 Uhr, Dreifachhalle Sarnen), am Sonntag folgt der Gang ans Auswärtsspiel zu Chur Unihockey (17:00 Uhr, Gewerbliche Berufsschule Chur). An das Hinspiel gegen Langnau haben die Sarner gute Erinnerungen: Ende Oktober gelang es Ad Astra, im Emmental einen 0:3-Rückstand nach Spielmitte in einen 4:3-Sieg nach Verlängerung zu drehen. „Diesen Sieg haben wir uns hart erarbeitet und mit dem notwendigen Wettkampfglück auch nicht gestohlen. Für uns war das ein Befreiungsschlag, für die Tigers sicher ein herber Dämpfer“, meint Hänni. Die Emmentaler werden in dieser Saison aller Voraussicht nach zum zweiten Mal in Folge die Playoffs verpassen, nur ein Wunder kann sie noch vor dem Gang in die Playouts retten. Den Fall unter den Strich möchte auch Chur Unihockey, Sarnens Gegner vom Sonntag, mit allen Mitteln verhindern. Die Bündner liegen aktuell auf dem achten Rang, mit einem dünnen Polster Vorsprung von einem Punkt auf die Playout-Plätze. Hänni: „Mit Langnau und Chur treffen wir auf zwei Teams, die absolut in Reichweite von uns liegen. Beide Mannschaften werden mit allen Mitteln bestrebt sein, uns zu besiegen und die drei Punkte einzufahren. Für uns sind diese beiden Spiele innert zwei Tagen darum die ideale Vorbereitung auf die bald beginnenden Playouts. Dass wir in den letzten drei Runden zudem das Zünglein an der Waage im Strichkampf sein können, gibt nochmals einen Extra-Motivationsschub.“ Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Ad Astra in den Playouts auf einen der beiden Gegner dieses Wochenendes trifft. Die...

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Die offensive Durchschlagskraft fehlt
Nov18

Die offensive Durchschlagskraft fehlt

Ad Astra Sarnen gelingt es auch im vierten Anlauf nicht, zuhause die ersten Punkte einzufahren. Gegen Chur Unihockey verlieren die Sarner mit 3:6. (Obwaldner Zeitung) Die Vorzeichen standen gut aus Sicht von Ad Astra Sarnen vor dem zehnten NLA-Meisterschaftsspiel: Im letzten Spiel vor der Nationalmannschafts-Pause gelang endlich der erste Sieg, Center Kaapo Savinainen gab nach überstandener Verletzungspause endlich sein Meisterschafts-Debüt und mit Chur Unihockey kam ein Gegner nach Sarnen, welcher in Reichweite des Heimteams schien. Alles Gründe, welche für Zuversicht auf Seiten von Ad Astra sogten. Mit vier Niederlagen en Suite im Gepäck reisten die Bündner zudem nicht gerade mit übermässig Selbstvertrauen in den Obwaldner Hauptort, was sich in einer eher passiven Spielweise auf dem Feld widerspiegelte. Dass sich die Sarner nicht mehr gewohnt sind das Zepter in die Hand zu nehmen, zeigte sich in der Startphase. Das Spiel war zähflüssig, beide Teams scheuten sich davor, grosse Risiken einzugehen. So erstaunte es nicht, dass der erste Treffer der Partie eher zufällig zu Stande kam: Ein Abschluss von Churs jungem Finnen Hyrkkönen, welcher sein Ziel eigentlich verfehlte, wurde zwei Mal abgelenkt und landete so hinter dem überraschten Britschgi im Tor des Heimteams im Netz. 13 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Kurz darauf fasste Basil von Wyl einen ärgerlichen Ausschluss – es sollte der einzige in der ganzen Partie bleiben – als er in der offensiven Zone für ein Handspiel auf die Strafbank geschickt wurde. Die Churer Powerplay-Formation nutze diese Möglichkeit eiskalt aus, Stucki traf mit einem scharfen und platzierten Direktschuss. Mit wenig Aufwand kamen die Churer somit innert etwas mehr als zwei Minuten zu maximalem Ertrag und lagen plötzlich mit 0:2 in Führung. Ein Dämpfer für das Heimteam und die erneut zahlreich erschienenen Fans, der sich erst wieder etwas legte, als Markström mit einem für ihn typischen Weitschuss in der 19. Minute zum 1:2 traf. Zwingende Torchancen bleiben MangelwareDen besseren Start ins Mitteldrittel erwischten die Sarner. Die beste Chance auf den Ausgleich bot sich Jonas von Wyl, nachdem er mustergültig freigespielt wurde von Marco Schöni. Sein Abschluss landete jedoch am Pfosten. In den nächsten Minuten waren gefährliche Torszenen auf beiden Seiten eine Fehlanzeige, die wenigen Abschlüsse auf beiden Seiten parierten die beiden Schlussmänner Britschgi und Reich jeweils souverän. Kurz vor der Sirene bot sich Cornel von Wyl noch einmal eine gute Gelegenheit zum Ausgleich, er setzte den Ball jedoch aus dem Slot über das Tor. Folglich hatte der knappe 1:2-Rückstand der Sarner auch zum zweiten Seitenwechsel noch Bestand und es war klar, dass diese enge und bisweilen von beiden Mannschaften fast ängstlich geführte Partie im Schlussdrittel entschieden werden würde. Der Torreigen setzte wenig überraschend auch nach dem zweiten Pausentee nicht ein. Sehenswert...

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