Den Fluch in Malans beendet
Feb14

Den Fluch in Malans beendet

Mit 8:9 nach Verlängerung gewinnt Ad Astra Sarnen dank starker Moral ein bereits verloren geglaubtes Spiel auswärts gegen Alligator Malans.   (Luzerner Zeitung) Ungewohnt musste es sich für die Spieler von Ad Astra Sarnen anfühlen, nach dem Schlusspfiff endlich wieder einmal als Sieger auf dem Platz zu stehen. Umso mehr, als dass das Spiel beim Stand von 4:0 nach 35 Minuten und spätestens beim Stand von 8:4 nach 49. Minuten zu Gunsten des Heimteams Alligator Malans entschieden schien. Aber: Die Gäste aus Sarnen liessen sich von diesen Rückständen nicht beeindrucken und kämpften sich eindrücklich zurück. Mehr noch: Sie kämpften sich zum Sieg. «Endlich», brachte der vierfache Torschütze Erik Oweling die Gefühlslage der Sarner nach Spielschluss auf den Punkt. «Wir können doch noch gewinnen. Es fühlt sich an wie eine kleine Ewigkeit, seit wir dies das letzte Mal geschafft haben. Die vielen Niederlagen haben definitiv an der Substanz gezehrt. Der Sieg heute tut richtig gut und ist Balsam für die Seele.» Mit «einer kleinen Ewigkeit» liegt Ad Astra-Captain Oweling gar nicht so weit daneben: Am 18. September war es, als Ad Astra Sarnen das Feld in der NLA zuletzt als Sieger verliess. Auswärts besiegten die Obwaldner damals den UHC Thun. Nette Randnotiz: Dank den zwei erkämpften Punkten in Malans schliessen die Sarner punktemässig zu den Berner Oberländern auf und überholen sie dank dem weniger schlechten Torverhältnis in der Tabelle.   Zwei Drittel lang die alte Leier Auch im Spiel gegen Malans sah es lange nicht so aus, als ob die Sarner ihre lange Negativserie würden beenden können. Noch keine zehn Minuten waren gespielt, als Obrecht für Malans zum 3:0 traf und sich der Sarner Headcoach Tomas Chrapek früh dazu gezwungen sah, ein Timeout zu nehmen. Britschgi im Tor der Gäste hielt sein Tor in der Folge bis zur ersten Pause rein. Erst nach Spielmitte traf Holenstein zum komfortablen 4:0-Vorsprung für das Heimteam. Ein erstes Aufbäumen des Tabellen-Schlusslichts dann in der 37. Spielminute: Innert sieben Sekunden musste Hitz im Tor der Bündner gleich zwei Mal hinter sich greifen. Das darauffolgende Timeout des Heimteams zeigte jedoch Wirkung: Keine Minute später stellte Schubiger mit seinem zweiten persönlichen Treffer auf 5:2. Punkte für die Sarner schienen somit nach 40 Minuten wieder in weiter Ferne zu sein.   Rudd & Oweling machen den Unterschied Das grosse Aufbäumen der Sarner startete erst im Schlussdrittel. Hatte das Heimteam auf die Treffer drei und vier von Ad Astra jeweils rasch eine Antwort bereit, startete die Aufholjagd beim Stand von 8:4. Angeführt von den Schweden Alexander Rudd und Erik Oweling kämpften sich die Sarner Tor für Tor heran. So stand es nach 53. Minuten plötzlich nur noch 8:7 für...

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Ad Astra sucht die Spur
Feb10

Ad Astra sucht die Spur

Drei Qualifikations-Spiele verbleiben, ehe für Ad Astra Sarnen die Playouts beginnen. Am Samstag steht das Auswärtsspiel gegen Alligator Malans bevor.   (Luzerner Zeitung) Eine veritable Schmach war es am Ende: Mit 2:14 liess sich Ad Astra Sarnen im Kellerduell auswärts gegen Langnau wortwörtlich abschlachten. Und dies, obwohl die Zeichen vor dem Spiel besser als auch schon standen: Seit dem Jahreswechsel gab es für Ad Astra zwar keine Punkte, aber durchwegs anständige Leistungen zu verzeichnen. Die Erfolgslosigkeit in diesen Spielen war allen voran mit der fehlenden Torgefahr begründet. Zwei oder drei Tore pro Partie reichen im Unihockey in den seltensten Fällen zu Punkten, so der einheitliche Tenor aus dem Lager der Sarner im Januar. Gegen die Langnauer verzeichneten die Sarner dann auch einen Schiffbruch in der Defensive. Das brutale Resultat war die Folge.   Mit Hagert die Schmach vergessen lassen Einer, welcher in diesem Jahr noch nicht zum Einsatz kam und somit keine Schuld daran trifft, ist Mathias Hagert. Der schwedische Verteidiger wurde von Corona heimgesucht, und zwar ziemlich heftig: Ganze zwei Wochen verbrachte der 35-Jährige im Bett. «Es macht nie Spass, dem eigenen Team bei Ernstkämpfen zuzusehen. Und wenn die Spiele so ausgehen wie zuletzt, dann umso weniger», kommentiert Hagert die verpassten Partien. Seit etwas mehr als einer Woche trainiert Hagert wieder normal mit dem Team und ist somit fit für die nächste Partie gegen Malans. In seiner bald 20-jährigen Karriere auf den höchsten Stufen in Schweden und der Schweiz. «Hohe Niederlagen sind unschön, können aber vorkommen. Wichtig ist die Reaktion darauf», meint Hagert. Aussagen wie diese belegen Hagerts professionelle Einstellung zum Sport. Trotz seiner geringen Körpergrösse gehört er physisch zu den stärksten Spielern. «Ich bin genug alt um zu wissen, wie ich meinen Körper einsetzen muss», entgegnet Hagert schmunzelnd.   Abgesehen von der Erfolglosigkeit seines Teams gefällt es Hagert, der mit seiner Frau und der einjährigen Tochter in Giswil wohnt, sehr gut in der Schweiz. «Wir haben uns hier sehr schnell eingelebt und geniessen die Zeit in diesem schönen Land so gut es geht. Neben dem Unihockey arbeite ich drei Tage in der Woche. Da bleibt genügend Zeit, um die vielen schönen Ecken der Schweiz zu erkunden», so Hagert.   Ad Astra zählt auf Hagerts Routine Ein schönes Eck ist definitiv auch die Bündner Herrschaft. Dorthin geht die Reise für Ad Astra Sarnen am Samstag, zum Auswärtsspiel gegen Alligator Malans. Nach vier verpassten Spielen ist Hagert wieder im Strumpf und fit für die nächste Partie gegen die Bündner. «Ich freue mich darauf, dem Team endlich wieder auf dem Feld helfen zu dürfen», so Hagert. Auch seine Teamkollegen dürften froh sein, für die letzten drei Spiele der Qualifikation und die...

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Ad Astra taucht gegen Malans
Nov01

Ad Astra taucht gegen Malans

Auch gegen Alligator Malans gibt es für Ad Astra Sarnen nichts zu holen. 1:8 lautet das klare Verdikt zu Gunsten der Bündner.   (Luzerner Zeitung) Die Aufgabe war keine einfache, welche Ad Astra Sarnen am frühen Samstagabend in der heimischen Dreifachhalle vorgesetzt bekam. Alligator Malans war die hohe Hürde, welche es in der achten Meisterschaftsrunde für die Obwaldner zu überwinden galt, um endlich die langersehnten nächsten Punkte einzufahren. So viel vorne weg: Die Hürde war zu hoch für die Sarner. Auch gegen Malans gab es kein Erfolgserlebnis. Somit wird die Niederlagenserie ein weiteres Spiel länger.   Einbruch nach Spielmitte Dabei war den Sarnern der Auftakt in dieses Spiel ganz anständig gelungen. Malans drückte zwar erwartungsgemäss dem Spiel den Stempel auf und hatte viel Ballbesitz. Doch das Heimteam stand hinten zumeist kompakt. Zwei Tore gelangen den Bündnern trotzdem, aber auch Ad Astra durfte auf der Gegenseite einen Treffer bejubeln: Oliver Forslind, er trug das Topscorer-Shirt aufgrund der krankheitsbedingten Abwesenheit von Alexander Rudd, war per Penalty erfolgreich. 1:2 lautete somit das Verdikt nach den ersten 20 Minuten aus Sicht des Heimteams. Die beste Phase hatten die Sarner gleich nach der Pause. Die Obwaldner trauten sich jetzt mehr zu und gestalteten das Spiel offener. Trotz einiger Chancen wollte ihnen jedoch kein weiterer Treffer gelingen. Somit sollte sich Vetschs Treffer zum 1:3 in der 32. Minute im Nachhinein bereits als Siegsicherung erweisen. Auf diesen und die weiteren fünf Treffer der Gäste zum klaren Schlussverdikt von 1:8 hatten die Sarner in der zweiten Spielhälfte keine wirkliche Antwort bereit.   Wann kommt das nächste Erfolgserlebnis? «Wir machen gerade eine schwierige Phase durch», meinte Ad Astra-Captain Cornel von Wyl nach Spielschluss. «Seit der zweiten Runde warten wir auf das nächste Erfolgserlebnis, das uns derzeit einfach nicht gelingen will, uns aber so gut tun würde. Es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als diese Phase als Team durchzustehen und aus diesem Sumpf rauszufinden.» Bleibt zu hoffen, dass dieser Weg aus dem Sumpf möglichst rasch gefunden wird. Denn ein Blick auf den Spielplan zeigt: Am nächsten Wochenende folgt eine sehr wichtige Doppelrunde gegen Uster und St. Gallen. «Diese Teams sind absolut in unserer Reichweite. Unsere Devise ist klar: Mund abwischen, nach vorne blicken und es am nächsten Wochenende weitermachen», so von Wyl trocken.   Ad Astra Sarnen – Alligator Malans 1:8 (1:2, 0:2, 0:4) Dreifachhalle, Sarnen. 284 Zuschauer. SR Zurbuchen/Wehinger. Tore: 13. V. Schubiger (M. Hartmann) 0:1. 14. D. Hartmann (Veltsmid) 0:2. 17. Forslind 1:2 (Penalty). 32. Vetsch (Jäger) 1:3. 36. Buchli (Berry/Ausschluss Boschung) 1:4. 45. Camenisch (Nett) 1:5. 47. Berry (Buchli) 1:6. 49. M. Hartmann (Nett) 1:7. 52. D. Hartmann (Buchli) 1:8. Strafen: 1mal 2 Minuten gegen...

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Der unbekannte Schwede übertrifft die Erwartungen
Okt29

Der unbekannte Schwede übertrifft die Erwartungen

Oliver Forslind hat bei Ad Astra Sarnen eingeschlagen. Trotz den Toren des jungen Schweden stottert der Motor der Obwaldner jedoch derzeit   (Luzerner Zeitung) Von den vier schwedischen Neuzuzügen, welche Ad Astra Sarnen auf diese Saison hin tätigte, war er die grosse Unbekannte: Oliver Forslind. Dank seines jungen Alters – Forslind feierte erst im September seinen 20. Geburtstag – kann der flinke Stürmer noch mit einer Juniorenlizenz spielen und belastet darum das Ausländer-Kontingent von Ad Astra nicht. «Er hat genau unser Profil erfüllt, nach welchem wir gesucht haben», kommentierte Sarnens Sportchef Gianluca Amstutz den Transfer Forslinds im Sommer. «Wir haben einen abschlussstarken Flügelstürmer gesucht, der für das eine oder andere Tor gut ist.» Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Ad Astra Sarnen (@adastrasarnen) Nach den ersten sieben Meisterschaftsspielen lässt sich festhalten: Forslind hat die Erwartungen mehr als nur erfüllt. Mit sieben Treffern ist er gemeinsam mit Superstar Alexander Rudd Ad Astras bester Torschütze. Und dies trotz einer hartnäckigen Verletzung am Fuss, welche der schmächtige Schwede noch immer nicht ganz auskuriert hat. «Meine Aufgabe ist es, so viele Tore wie möglich zu schiessen. Bis jetzt gelingt mir das ganz gut», kommentiert Forslind seine bisherigen Auftritte im Stile eines Routiniers. Obwohl Sarnens Headcoach Micke Öhman Forslind aus Schweden bereits kannte, zeigt er sich positiv überrascht ab den Leistungen seines Schützlings: «Oliver ist mir in Schweden in den Spielen gegen sein Ex-Team einige Male aufgefallen. Ich wusste, dass er ein talentierter junger Spieler ist. Aber dass er dies so schnell auch in einem fremden Land in der höchsten Liga unter Beweis stellen kann, habe ich nicht erwartet.» Neben Forslinds Torgefährlichkeit, streicht Öhman insbesondere dessen Zweikampfstärke als grosse Qualität heraus: «Oliver ist trotz seiner Postur sehr hartnäckig in den Duellen Mann gegen Mann. Ihm gelingt es oft, in der offensiven Zone Bälle zu gewinnen oder zu halten, was ihn sehr wertvoll für die Mannschaft macht.» Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Ad Astra Sarnen (@adastrasarnen)   Zum ersten Mal weg von der Familie Für Forslind war der Wechsel in die Schweiz ein grosser und mutiger Schritt: Erstmals wohnt er nicht mehr zuhause bei den Eltern. «Eine grosse Umstellung für mich», wie Forslind zugibt. Ganz alleine gestellt ist er in der Zentralschweiz jedoch nicht. Zusammen mit seinen Landsmännern Alexander Rudd und Erik Oweling bildet er in Sarnen eine Wohngemeinschaft. «Alex und Erik sind beides sehr lustige Typen und mittlerweile auch gute Freunde von mir. Wir haben viel Spass zusammen und lachen oft», weiss Forslind zu berichten. Auf die Dienstleistungen seiner Mutter kann Forslind in der Fremde nicht mehr zählen. «Aber Erik macht sich als...

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Ad Astra schnuppert an der Überraschung
Jan25

Ad Astra schnuppert an der Überraschung

Beim 4:7 gegen Alligator Malans zeigen die Sarner Unihockeyaner eine starke Schlussphase. Nichts desto trotz gelingt der erhoffte Befreiungsschlag nicht.   (Ruedi Burkart | Obwaldner Zeitung) Lange Zeit verlief die zweitletzte Partie der Qualifikation so, wie man es aus Sarner Sicht erwarten musste. Der grosse Favorit aus dem Bündnerland kontrollierte gegen die punktlosen Obwaldner Gastgeber das Geschehen auf dem Feld nach Belieben, die mit Nationalspielern gespickte Malans-Equipe liess sich auf keine Experimente ein. Angeführt von einem stark aufspielenden Kevin Berry – der 27-jährige Verteidiger ordnete und lenkte Malans’ Spiel aus der Defensive – ersticke Alligator die gut gemeinten Sarner Bemühungen immer wieder mit einem Gegentor. Als Romano Schubiger nach 33 Minuten einen der wenigen Fehler von Sarnen-Goalie Pascal Amrein ausnützte und zum 0:5 einnetzte, schien alles wie in den vergangenen Wochen gehabt: Ad Astra zeigt gute Ansätze, der Gegner fährt einen klaren Sieg ein.   Plötzlich schalten die Sarner zwei Gänge höher Doch dann passierten in der Dreifachhalle zu Sarnen zwei Dinge gleichzeitig. Die Malanser – angetreten ohne die geschonten Topskorer Dan Hartmann und Schweden-Rückkehrer Tim Braillard – verlegten sich aufs Verwalten des Resultats, dafür schalteten die Sarner zwei Gänge höher. Und siehe da, plötzlich zahlte sich die aufopfernde Spielweise der Obwaldner auch in Toren aus. Hinten standen die Obwaldner kompakt, vorne brachten die Treffer von Cornel von Wyl (34.), Sommerhalder (43.) und Danis (46.) zum zwischenzeitlichen 3:5 den Glauben an die eigenen Fähigkeiten zurück. Doch die routinierten Bündner stellten Sarnen mit Schubigers vorentscheidendem Treffer zum 3:6 (53.) wieder in den Senkel. Weil Luca Rizzi, der Bündner im Ad-Astra-Dress, mit seinem 4:6 zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff nochmals für Spannung sorgte, schnupperte Sarnen bis 36 Sekunden vor Schluss an der Überraschung. Doch Vetsch beendete alle Hoffnungen auf den ersten Punktgewinn seit einem Jahr mit einem Empty Netter zum Schlussresultat von 4:7. «Das war eine ganz gute Leistung, bravo!», freute sich Ad-Astra-Präsident André Küchler trotz der zehnten Niederlage im zehnten Saisonspiel und applaudierte auf der verwaisten Tribüne der Sarner Halle seinem Team. Wer den letztjährigen Cupfinalisten und aktuellen Tabellenvierten dermassen in Bedrängnis bringen kann, der hat sich präsidiales Lob zweifellos verdient. Wenn sich die Obwaldner im weiteren Verlauf der Meisterschaft in der Offensive noch einen Tick abgebrühter zeigen und in der Defensive die vielen «einfachen» Gegentore nicht mehr zulassen, dann werden die Fans via Internet-Livestream noch viel Freude an der Leistung ihrer Lieblinge haben.   Ad Astra Sarnen – Alligator Malans 4:7 (0:1, 1:4, 3:2) Dreifachhalle, Sarnen. Keine Zuschauer. SR Ambühl/Brechbühler. Tore: 8. Vestlund (V. Schubiger) 0:1. 25. Nett (Berry/Ausschluss C. von Wyl) 0:2. 26. Holenstein (Vetsch) 0:3. 31. Schnell (Berry/Ausschluss R. Schöni) 9:4. 33. R. Schubiger (Camenisch) 0:5. 34....

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