Ad Astra erdauert Auftaktsieg

Ad Astra Obwalden gewinnt das erste Meisterschaftsspiel gegen den UHC Lok Reinach mit 3:2 nach Verlängerung. Im Cup scheiden die Obwaldner dagegen im 1/16-Final aus.

 

Ganze 47. Minuten dauerte es, ehe Isak Stöckel den Bann brach und die Mehrheit der 330 Zuschauer in der Halle zum Jubeln brachte. Der Ausgleich zum 1:1 war Tatsache. Der starke Marcel Schaffer im Tor der Gäste aus Reinach konnte nach einem schnörkellos vorgetragenen Konter nichts mehr ausrichten. Zuvor war Ad Astra lange erfolglos angerannt. Nun schien der Bann endlich gebrochen und das Heimteam drückte weiter auf den nächsten Treffer. Stattdessen war es jedoch Fabian Moser, welcher wieder für Lok Reinach vorlegte. Erneut musste Ad Astra somit einem Rückstand nachrennen. In Anbetracht der immer knapper werdenden Zeit, ging das Heimteam etwas mehr Risiken ein. Etwas weniger als drei Minuten vor Schluss ging dies beinahe ins Auge: Ex-Ad Astra-Akteur Jens-Jörn Sommerhalder scheiterte zwei Mal innert wenigen Sekunden aus bester Position an Mario Britschgi. Stattdessen gelang Valentin Egli im direkten Gegenzug mit einem verdeckt abgegebenen Schuss der vielumjubelte Ausgleich.

Valentin Egli (am Ball) überzeugte nicht nur aufgrund seines Tores (Foto: André Düsel)

 

Der Zusatzpunkt bleibt in Obwalden

So offen der Schlagabtausch kurz vor dem Ausgleich war, so wenig passierte in der Folge bis zur Sirene. Somit ging es beim Stand von 2:2 in die Verlängerung. Dort war es das Heimteam, welches den Zusatzpunkt suchte. Mit einem wunderbaren Angriff gelang es den Obwaldnern auch, sich diesen zu sichern: Egli konnte den Ball in der gegnerischen Zone gut abschirmen und legte hinter dem Tor auf Captain Markus Furrer. Dieser leitete den Ball direkt zu Gian Luca Durrrer, welcher aus dem Slot ebenfalls direkt ins hohe Eck zum Siegtor traf. Dass dieser Siegtreffer Balsam für die Seele war, zeigte der grosse Jubel danach.

André Muff war ein Aktivposten im Spiel von Ad Astra (Foto: André Düsel)

 

«Wir wollten zum Start unbedingt ein Erfolgserlebnis», gab Ad Astra-Coach Jakob Arvidsson nach dem Spiel zu Protokoll. Und der Sieg des Heimteams war über die gesamte Spieldauer hinweg gesehen durchaus verdient. Auch wenn Arvidsson mit dem Start seiner Mannschaft gar nicht zufrieden war: «Beim 0:1 fühlte ich mich wieder ins Spiel gegen Davos hineinversetzt. Am Samstag haben wir kaum einen Schuss geblockt und am Sonntag ging es gleich wieder so los. Ein Weitschuss, welchen wir hätten blocken müssen, fand den Weg ins Netz. Zum Glück haben wir in dieser Hinsicht in der Folge stark zugelegt», analysierte der Schwede. Für drei Spieler hatte Arvidsson nach dem Spiel explizit ein Lob übrig: «Die beiden jungen Verteidiger Simon Schwab und André Muff haben mir heute sehr gut gefallen. Sie haben sich etwas getraut und sowohl vorne als auch hinten eine gute Leistung abgeliefert. Und auch unser Neuzuzug Valentin Egli war von Beginn an ein belebendes Element für unser Spiel.»

 

Ad Astra Obwalden – UHC Lok Reinach 3:2 n.V. (0:1, 0:0, 2:1, 1:0)

Dreifachhalle, Sarnen. 330 Zuschauer. SR Brunner/Studer.

Tore: 3. Andreas Frey (Rinefalk) 0:1. 47. Stöckel (Edholm) 1:1. 53. Moser (Krebs) 1:2. 58. Egli (Schwab) 2:2. 63. Gian Luca Durrer (Furrer) 3:2.

Strafen: Je 1mal 2 Minuten.

Ad Astra: Britschgi; Schwab, Kramelhofer; Ming, Muff; Barmettler, Boschung; Stöckel, Müller, Edholm; Eberhardt, Furrer, Odermatt; Gian Luca Durrer, Egli, Kucera.

Reinach: Schaffer; Armin Frey, Gürber, Andreas Frey, Hediger, Sandmeier, Moser; Sommerhalder, Vojtisek, Cimino, Dünki, Galliker, Krebs, Reidy, Bonicalza, Belluz, Konrad, Keusch, Haller, Tschudi, Pedersen, Rinefalk.

Bemerkungen: Ad Astra ohne Birchmeier, Rüegger, Gino Durrer und Bitterli (alle Ersatz). Edholm (Ad Astra) und Schaffer (Reinach) als beste Spieler ihrer Teams ausgezeichnet.

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Cup-Out im 1/16-Final

Bereits am Samstag war Ad Astra Obwalden im Cup 1/16-Final im Einsatz. Auswärts in Klosters unterlagen die Obwaldner den einheimischen Iron Marmots denkbar knapp mit 6:7 nach Penaltyschiessen. Ad Astras neuer Schwede Isak Stöckel war an fünf von sechs Toren seines Teams direkt beteiligt. Stöckels exzellente Einzelleistung wurde jedoch nicht mit einem Sieg belohnt, da dem Heimteam 34 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit der Ausgleich gelang. Die fünfminütige Verlängerung blieb torlos, sodass das Penaltyschiessen über das Weiterkommen entscheiden musste. Dort schoss Nino Vetsch seine Farben dank zwei verwerteten Versuchen in die nächste Runde.

 

I.M. Davos-Klosters – Ad Astra Obwalden 7:6 n.P. (2:2, 1:1, 3:3, 0:0)

MZH Klosters-Platz. 104 Zuschauer. SR Zähler/Stäheli.

Tore: 4. Stöckel (Edholm) 0:1. 5. Marugg (S. Meier) 1:1. 8. Tanner (Guidon) 2:1. 12. Edholm (Stöckel/Ausschluss Rizzi) 2:2. 34. Tanner (J. Meier) 3:2. 39:58 Stöckel (Edholm) 3:3. 41. Tanner (D. Joos) 4:3. 46. Aebli (Marugg) 5:3. 46:14 Gino Durrer (Gian Luca Durrer) 5:4. 46:25 Stöckel (Edholm) 5:5. 57. Stöckel (Müller) 5:6. 59:26 Guidon (Vetsch) 6:6.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos. 2mal 2 Minuten gegen Ad Astra.

Davos: Hartmann; M. Joos, A. Nerreter, Guidon, D. Joos, Tanner, Aebli, Vetsch, Liebing, Rizzi, S. Meier, J. Meier, Wiedmer, Marugg, Conzett, Bebi, Lemm, Wolfgang, Ambühl, L. Nerreter.

Ad Astra: Britschgi; Boschung, Kramelhofer; Burri, Muff; Ming, Barmettler; Gino Durrer; Stöckel, Müller, Edholm; Gian Luca Durrer, Markus Furrer, Odermatt; Eberhardt, Bitterli, Kucera; Rüegger.