Vom Meister eine Lehrstunde erhalten
Dez23

Vom Meister eine Lehrstunde erhalten

Ad Astra Sarnen bleibt gegen den Meister SV Wiler-Ersigen chancenlos und unterliegt deutlich mit 2:11. (Obwaldner Zeitung) Zum letzten Heimspiel im Jahr 2019 kam der amtierende Schweizermeister zu Besuch in die Dreifachhalle Sarnen. So klar die Rollen vor Spielbeginn verteilt waren, so klar war das Ergebnis nach 60 Minuten: Mit 2:11 unterlag Ad Astra Sarnen dem SV Wiler-Ersigen. Ein Resultat, welches das Spielgeschehen widerspiegelte. Vor einer erneut NLA-würdigen Kulisse von mehr als 500 Zuschauern starteten die Sarner engagiert in die Partie. Die Obwaldner standen ihren Mann in den Zweikämpfen gegen die Gäste aus Bern und kamen ihrerseits auch zur einen oder anderen Torgelegenheit. Eine davon nutzte Cornel von Wyl zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich aus. Zur ersten Pause führte der Meister dennoch mit einem Tor Vorsprung, Bürki hatte nach einem Lauf durch die Mitte Amrein im Tor der Sarner zum zweiten Mal überwunden. Trotzdem dürften die Zwischenbilanz der Fans von Ad Astra nach den ersten 20 Minuten aus mehrheitlich positiv ausgefallen sein. Ihr Team hielt gegen die Gäste gut mit. Hofbauer in SpiellauneIm Mitteldrittel läutete eine Strafe das Unheil aus Sicht des Heimteams ein. Rentsch traf in Überzahl zum 1:3, eine Zeigerumdrehung später wurde Wälchli steil lanciert und überwand Amrein zum vierten Mal. Nach Hofbauers 1:5 kurz nach Spielmitte fingen sich die Obwaldner zwar wieder, die Hypothek zu diesem Zeitpunkt war jedoch schon sehr gross. „Es gibt einfachere Dinge, als gegen Wiler vier Tore aufzuholen“, meinte Center Marco Schöni lapidar. Diese Aussage bestätigte sich, zumal die Gäste auch im Schlussdrittel nicht in der Laune waren, Geschenke zu verteilen. Kontinuierlich erhöhten sie die Führung in den letzten 20 Minuten, den Schlusspunkt setzte Matthias Hofbauer wenige Sekunden vor Schluss mit dem schön herausgespielten 2:11. Allgemein zeigte sich der Altmeister in bester Spiellaune: Fünf Skorerpunkte trug er zum Sieg seiner Mannschaft bei und wurde verdientermassen zum besten Spieler in den Reihen der Gäste ausgezeichnet. „Im Hinspiel hatten wir sehr leichtes Spiel gegen Ad Astra. Heute kam definitiv mehr Gegenwehr in den Zweikämpfen und auch mit dem Ball trauten sich die Sarner etwas zu.“ Hofbauers Worte waren zwar nett gemeint, änderten aber nichts an der Tatsache, dass die Kräfteverhältnisse an diesem Abend erwartungsgemäss eindeutig verteilt waren. Das Positive aus Sicht der Sarner: Gegen die drei Topteams der Liga hat Ad Astra Hin- und Rückspiel schon absolviert, im letzten Drittel der Qualifikation warten Spiele gegen Teams aus dem Mittelfeld und den hinteren Regionen der Tabelle. Spätestens jetzt ist die Angewöhnungszeit der Sarner in der NLA definitiv durch. Im neuen Jahr wird sich zeigen, ob Ad Astra den Ansprüchen der höchsten nationalen Liga gewachsen ist oder nicht. Ad Astra Sarnen – SV Wiler-Ersigen 2:11 (1:2, 1:4, 0:5)Dreifachhalle, Sarnen. 530 Zuschauer. SR Zurbuchen/Wehinger.Tore:...

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Heimspiel gegen den  Branchenkrösus
Dez20

Heimspiel gegen den Branchenkrösus

Schweizer Meister SV Wiler-Ersigen gastiert am Samstag (20.00 Uhr) mit drei Weltmeistern und einer Unihockey-Ikone in Sarnen. (Melk von Flüe | Luzerner Zeitung) Krister Savonen, Joonas Pylsy und Tatu Väänänen – dieses hochkarätige Trio des SV Wiler-Ersigen lässt das Herz eines jeden Unihockeyfans höherschlagen. Mit Finnland gewannen sie 2018 die Weltmeisterschaft. Zudem gilt Savonen als der weltbeste Verteidiger. Und am Samstag gastieren sie alle in der Sarner Dreifachhalle, beim NLA-Spiel gegen Ad Astra Sarnen.Doch damit nicht genug: Die Schweizer Unihockey-Ikone Matthias Hofbauer und diverse Schweizer Nationalspieler stehen ebenfalls für den Schweizer Meister im Einsatz. Auf der anderen Seite der Aufsteiger aus Obwalden mit der tristen Bilanz von 14 Spielen und 3 Punkten. Die Favoritenrolle ist klar verteilt, auch weil das Hinspiel mit 11:0 zu Gunsten der Berner endete. Abgeklärt, agil und ToptechnikEine ähnlich hohe Niederlage verhindern möchte Roger Berchtold. Der Verteidiger von Ad Astra wird gegen die Topspieler von Wiler-Ersigen ankämpfen müssen. Und dennoch sagt er: «Es ist schön, sich mit den besten Spielern der Welt zu messen.» In den ersten 14 NLA-Spielen hat Berchtold bereits hautnah miterlebt, was Spieler wie Savonen, Pylsy oder Hofbauer so stark macht: «Sie sind sehr abgeklärt, agil mit dem Ball und technisch enorm stark. Und das verleiht ihnen viel Zeit, um den nächsten Pass zu spielen.» Hier ortet das Sarner Urgestein einen Unterschied zwischen den Topteams und seinem Ad Astra: «Wir brauchen länger, um zu entscheiden, wohin der Ball gespielt werden soll.» Dieser Augenblick entscheidet oft über Tor und Sieg. Sofort unter Druck setzenGerade weil die Spieler von Wiler-Ersigen über eine hervorragende Übersicht und Passqualität verfügen, dürfen die Obwaldner ihnen keine Zeit zum Kombinieren lassen und müssen den Ballführenden sofort unter Druck setzen. Die Umsetzung dieses Plans dürfte aber schwierig werden, denn qualitativ ist der Schweizer Meister viel besser besetzt als Ad Astra. «Die Erwartungen sind nicht hoch, von 15 Spielen gegen uns gewinnt Wiler deren 14», weiss Roger Berchtold. Deshalb lautet sein Motto: «Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie.» Kampflos geben die Sarner die drei Punkte keinesfalls her. Doch Berchtold weiss auch: «Wir brauchen eine Topleistung und Big Saves. Zudem müssen wir auf Unkonzentriertheiten beim Gegner hoffen.» Nur wenn der Ball über 60 Minuten für Ad Astra rollt, ist ein Erfolgserlebnis gegen Wiler-Ersigen möglich. Strauchelnder MeisterIn der Vorwoche im Zentralschweizer Derby gegen Zug United (2:7) rollte der Ball nur 40 Minuten lang für Ad Astra Sarnen. Der Einbruch im letzten Drittel verhinderte, dass das Team von Eetu Vehanen zumindest zu Thun, den möglichen Konkurrenten um den letzten Tabellenplatz, hätte aufschliessen können. Ein Punktgewinn gegen Wiler-Ersigen ist zwar ­unwahrscheinlich, doch der Schweizer Meister strauchelte zuletzt. Nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen die Grasshoppers aus Zürich...

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Chancenlos gegen die Topteams der Liga
Sep30

Chancenlos gegen die Topteams der Liga

Ad Astra schlägt sich gegen das Spitzenteam GC Unihockey wacker, verliert das Heimspiel jedoch mit 3:6. Tags darauf ist der Meister SV Wiler Ersigen eine Nummer zu gross für die Sarner. (Obwaldner Zeitung) GC Unihockey machte am Samstag die Aufwartung in der Sarner Dreifachhalle. Eine happige Aufgabe für den noch punktelosen Aufsteiger Ad Astra Sarnen. Manch einer durfte sich darum die Augen gerieben haben, als sich dem Sarner Captain Roman Schöni in der 27. Spielminute gar die Chance auf die erstmalige Führung für das Heimteam bot. Beim Stand von 2:2 durfte er zu einem Penalty antreten, welchen er jedoch neben das Tor setzte. Die Führung für Ad Astra wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen, die Sarner hielten gut mit und verteidigten aufopfernd. Die spielerische Qualität der Zürcher machte sich jedoch nur wenige Sekunden später wieder bemerkbar: Göldi spielte Laely nach einer schönen Ballstafette im Slot frei, dieser liess Britschgi im Tor keine Abwehrchance und traf zum 2:3. Nach einer Druckphase der Gäste traf Graf aus kurzer Distanz einige Minuten später zum 2:4. Diese Führung liessen sich die Zürcher in der Folge nicht mehr nehmen und brachten den Sieg über die Runden. Ad Astra lässt Chancen ausBereits im Startdrittel ärgerten sich die Sarner über ausgelassene Chancen und das bereits im aller ersten Einsatz des Spiels. Die Gäste legten erwartungsgemäss los wie die Feuerwehr und setzten das Heimteam von Beginn weg unter Druck. Die Sarner schienen jedoch darauf vorbereitet und kamen der Führung sehr nahe: Cornel von Wyl und Robin Markström verfehlten jedoch beide aus besten Abschlusspositionen in der Startminute das Tor. GC zog sein Spiel unbeirrt fort und wurde in der sechsten Minute dafür belohnt: Sarnens Hintermannschaft brachte den Ball im Slot nicht weg, GC-Topskorer Riedi reagierte am schnellsten und traf zum 0:1. Einen der wenigen Fehler im Spielaufbau von Ad Astra nützte Nationalspieler Christoph Meier in der 9. Minute eiskalt zum 0:2 aus. „Solche Gegentore, welche aufgrund von vermeidbaren Eigenfehlern entstehen, schmerzen extrem“, ärgerte sich Ad Astra-Verteidiger Roger Berchtold. Allerdings muss man den Sarnern zu Gute halten, dass sie die Fehlerrate am Samstag tief halten konnten. Die restlichen vier Tore der Zürcher an diesem Abend waren allesamt schön herausgespielt. Und klar, das eine oder andere Mal rettete auch Britschgi im Tor stark für Ad Astra. „Aber dazu ist ein Torwart ja da“, meinte Teamkollege Berchtold augenzwinkernd. „Schade ist, dass wir im Schlussdrittel nicht nochmals herankommen. Ich hatte das Gefühl, dass heute durchaus etwas drin gelegen wäre“, meinte Berchtold nach Spielschluss enttäuscht. Die erneut zahlreich erschienenen Zuschauer in der Sarner Dreifachhalle gaben dem Heimteam trotz der Niederlage nach Spielschluss eine Standing Ovation – was auch Berchtold auffiel: „Das ist ein schönes Zeichen...

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Dominic Durot – ein Junior macht auf sich aufmerksam
Sep27

Dominic Durot – ein Junior macht auf sich aufmerksam

Ad Astra Sarnen ist daran, in der höchsten Liga der Schweiz Fuss zu fassen. Mittendrin ist mit Dominic Durot auch ein 18-jähriger Krienser, welcher zuletzt auf sich aufmerksam machen konnte. (Obwaldner Zeitung) Wer trägt sich in die Geschichtsbücher von Ad Astra Sarnen ein und schiesst das erste Tor für den Verein in der höchsten Spielklasse der Schweiz? Seit dem vergangenen Samstag ist diese Frage beantwortet: Dominic Durot war es vergönnt, sich als erster Spieler von Ad Astra in die Torschützenliste einzutragen. «Klar freut mich das», gibt der 18-Jährige zu. «Als Stürmer zehrt man von Erfolgserlebnissen in Form von Toren, das gibt Selbstvertrauen. Und auch für die Mannschaft war es wichtig, dass wir die Torflaute endlich beenden konnten.»     Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an         «Gut Ding will Weile haben.» ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 👉 Lange mussten wir uns auf das erste NLA-Tor gedulden. Die Erlösung brachte Jungspund @d.durot77 in der 27. Minute im Spiel gegen @alligatormalans_nla 👏 ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 🎬 by @swissunihockey.tv #HoppSarnä 🔴⚫ #ThisIsSarnen 👊Ein Beitrag geteilt von Ad Astra Sarnen (@adastrasarnen) am Sep 22, 2019 um 1:41 PDTGanze 87 Minuten mussten die Sarner auf den ersten Torerfolg in der NLA warten. «Auch im Startspiel gegen Uster hatten wir unsere Chancen. Aber je länger das Spiel dauerte, desto gehemmter agierten wir in der Offensive», schildert Durot seine Eindrücke. «Gegen Malans ist der Knoten geplatzt, mit unseren Möglichkeiten wären gut auch mehr als vier Tore drin gelegen. Es ist also definitiv nicht falsch, wenn wir im Training einen Fokus auf unsere Chancenauswertung legen.» Als Junior von Kriens nach Sarnen gewechseltDen Weg ins Training nach Sarnen nimmt Durot mittlerweile seit sechs Jahren auf sich. «Henrik Mettler, zusammen mit Thomas Ruf mein damaliger Trainer, hat mich und zwei Krienser Teamkollegen schon früh ab und zu mit ins Training nach Sarnen genommen. So hat es sich ergeben, dass ich zu Ad Astra gewechselt bin. Dort konnte ich hauptsächlich von Patrick Berwert als Trainer stark profitieren», blickt Durot zurück. Welchen Stellenwert Unihockey für Durot hat, zeigte sich bei der Wahl der Schule nach Abschluss der Primarschule: Um mehr Zeit für Trainings zu haben, entschied er sich, die Sportschule in Kriens zu besuchen – zusammen mit talentierten Leichtathleten, Tennis-Spielern oder anderen begabten Mannschaftssportlern vom FC Luzern oder dem EV Zug. Nach der Sportschule begann Durot eine Lehre als Bauzeichner bei Basler & Hofmann, mittlerweile befindet er sich im letzten Lehrjahr. Anschliessend hat er sich vorgenommen, die Berufsmatura zu absolvieren. Genaue Ziele kann Durot auch in Bezug auf den Sport formulieren: «Unihockey ist meine Leidenschaft, das wird sich so schnell nicht ändern. Persönlich ist mein Ziel in dieser Saison, mich als Stammspieler in der ersten Mannschaft von Ad Astra zu etablieren.» Argumente dafür...

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Herren: Gelingt der Coup im Cup gegen die Jets?
Sep21

Herren: Gelingt der Coup im Cup gegen die Jets?

Nach dem erfolgreichen Auftakt in die NLB-Saison empfängt Ad Astra Sarnen zum ersten Heimspiel der neuen Saison im Cup 1/16-Final das NLA-Team Kloten-Bülach Jets (Dienstag, 20:00 Uhr, Dreifachhalle Sarnen). Vor Jahresfrist war im Cup 1/8-Final gegen den damaligen und aktuellen Schweizer Meister SV Wiler Ersigen Endstation. Diesmal scheint ein Coup der Obwaldner gegen einen Oberklassigen realistischer. Zwei deutliche Siege konnte Ad Astra in den ersten beiden Cup-Runden verbuchen. Gleich mit 2:19 wurde der überforderte 2. Ligist Winterthur United in die Schranken gewiesen und auch der 1. Ligist Rheintal Gators Widnau wurde klar mit 6:13 bezwungen. Ganz zu Beginn der Vorbereitungsphase fanden diese beiden Partien statt. „In der Zwischenzeit ist viel Wasser die Aa heruntergeflossen. Wir haben eine intensive Vorbereitungsphase mit vielen Testspielen und Trainings hinter uns und sollten darum definitiv einen Schritt weiter sein“, so das Sarner Urgestein Roger Berchtold.Geändert hat auch die Ausgangslage vor dem 1/16-Final: Nun ist nicht mehr Sarnen der Favorit, sondern die oberklassigen Zürcher. Um die Runde der letzten 16 zu erreichen, ist somit eine absolute Top-Leistung notwendig. Dessen ist sich auch Berchtold bewusst: „Kloten-Bülach ist der klare Favorit.“ Um gleich eine Kampfansage nachzuschieben: „Aber wir haben definitiv nichts zu verlieren und glauben an unsere...

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