Cornel von Wyl ist bereit für den nächsten Schritt

Nach dem Rücktritt von Roman Schöni übernimmt Cornel von Wyl dessen Amt und wird das NLA-Team von Ad Astra Sarnen zukünftig als Captain auf das Feld führen.

 

Alles hat irgendwann ein Ende. Zum Beispiel die Zeit von Roman Schöni als Captain der ersten Mannschaft von Ad Astra Sarnen. Während acht Saisons führte das Sarner Urgestein seine Mannschaft mit der Binde am Arm auf das Spielfeld. Nach dem Rücktritt Schönis am Ende der vergangenen Saison war klar, dass die Captainbinde an einen anderen Arm wandern wird – denjenigen von Cornel von Wyl. Für Schöni eine logische Wahl: «Cornel bringt in meinen Augen alles mit, was ein Captain mitbringen muss. Trotz seines noch jungen Alters ist er schon lange im Fanionteam von Ad Astra mit dabei. Auf dem Feld ist er mit seiner Spielweise in den letzten Jahren immer mehr zum Leistungsträger und Leader herangereift. Auch von seinem Charakter her passt dieses neue Amt gut zu ihm. Ich hoffe, dass Cornel an dieser neuen Aufgabe wächst und einen weiteren Schritt nach vorne machen kann.»

Cornel von Wyl (vorne) übernimmt das Amt als Captain von Roman Schöni (ganz rechts) (Foto: André Düsel)

 

Debüt in der NLB als 16-Jähriger

Bereits im zarten Alter von 16 Jahren debütierte Cornel von Wyl für die erste Mannschaft von Ad Astra Sarnen in der NLB. Das war 2013. Acht Saisons später hat er als bald 24-Jähriger bereits 150 Meisterschaftsspiele in der NLA und NLB für Ad Astra absolviert und dabei stolze 114 Punkte erzielt. Besonders in der Aufstiegssaison 2018/2019 war von Wyl ein ständiger Gefahrenherd für die gegnerischen Abwehrreihen. Mit 28 Treffern hatte er massgeblichen Anteil am erstmaligen Aufstieg von Ad Astra in die NLA. In der Folgesaison 2019/2020 fanden von Wyls Abschlüsse 15-mal den Weg ins Netz hinter dem gegnerischen Torwart. Definitiv kein schlechter Wert für die Premieren-Saison in der höchsten Liga. Nicht zufrieden ist von Wyl jedoch mit seiner Ausbeute in der letzten Saison. «Als Stürmer messe ich mich natürlich auch an meinen Skorerwerten. Nur drei Tore sind definitiv zu wenig. Da muss mehr von mir kommen», meint von Wyl selbstkritisch.

 

Mit den Brüdern zum Unihockey gefunden

Die Anfänge von Cornel von Wyl im Unihockey gehen zurück bis ins Jahr 2003. Als 6-jähriger Knirps trat er zusammen mit seinem älteren Bruder Jonas den Sharks Kägiswil-Alpnach bei. Mit viel Talent für Sportarten generell gesegnet, versuchte sich Cornel unter anderem auch im Fussball und in der Leichtathletik. «Spass haben mir alle drei Sportarten gemacht. Schlussendlich habe ich mich nicht zuletzt wegen meinen Brüdern fürs Unihockey entschieden. Und diesen Entscheid habe ich bis heute nie bereut», so von Wyl.

Nach den Anfangszeiten in Kägiswil wechselte Cornel von Wyl 2010 in die Juniorenabteilung von Ad Astra Sarnen. Mittlerweile ist er dank seinem spektakulären Spielstil zu einem der Publikumslieblinge herangereift. Sein ehemaliger Mitspieler Roman Schöni weiss warum: «Cornel ist schnell, physisch stark, technisch beschlagen und hat einen sehr guten Schuss. Dies macht ihn zu einem sehr torgefährlichen Spieler. Zudem sind seine Tore nicht selten wirklich schön anzusehen.»

Cornel von Wyl (rechts) bejubelt mit seinem Bruder Basil einen Treffer (Foto: André Düsel)

Während sich Cornel langsam seiner Blütezeit nähert, ist für seinen älteren Bruder Jonas bereits mit 26 Jahren Schluss mit Unihockey auf allerhöchstem Niveau. Er entschied sich, den Stock an den berühmten Nagel zu hängen. Somit verbleibt mit Cornel und Basil, dem jüngsten der drei von Wyl Brüder, immerhin noch ein Brüderpaar in der ersten Mannschaft von Ad Astra aktiv.

 

Auch abseits vom Sport mit Talent gesegnet

Nicht nur sportlich bringt der mittlere der von Wyl-Brüder eine Begabung mit. Vor wenigen Tagen schloss Cornel erfolgreich das Bachelor Studium in Digital Ideation ab. «Für jemanden, der davon keine Ahnung hat, ist das ganz einfach erklärt so eine Mischung zwischen Informatik und Design. Etwas mit Internet und Websites», meint von Wyl schmunzelnd. Eine 80%-Stelle als Entwickler hat er bereits auf sicher, daneben baut er sich im kleinen Rahmen sein eigenes Business auf. «Ich habe bereits vor einiger Zeit damit begonnen, für Bekannte und kleinere Unternehmen aus der Region Websites aufzubauen. Das macht mir Spass, darum will ich mir auch zukünftig dafür Zeit nehmen», so von Wyl. Genauso wie fürs Unihockey. «Dafür geht noch etwas mehr Zeit drauf», meint von Wyl lachend. «Aber diese Zeit nehme ich mir gerne.»