Ad Astra Inside: Abschluss-Interview mit Michal Rybka
Mai30

Ad Astra Inside: Abschluss-Interview mit Michal Rybka

Mit dem Ende der Saison 16/17 ging auch die Ära von Michal Rybka in Sarnen zu Ende. Im Interview mit gibt er Auskunft über seine drei Jahre im Obwaldnerland sowie seine Zukunft bei den Tigers Langnau. Michal in Kürze:Name: Michal RybkaAlter: 36Position: Head-CoachRückennummer: Früher Nr. 10Stammverein: FBC Ostrava AAS Inside:Michal Rybka, du warst drei Jahre Headcoach der 1. Herrenmannschaft von Ad Astra Sarnen. Was wirst du von dieser Zeit am meisten vermissen? Michal Rybka:Puh, das auf etwas zu beschränken ist schwierig. Es sind viele Sachen. Vor allem aber das komplette Team der 1. Mannschaft. Es wollte immer lernen und vorwärts kommen, auch wenn wir in der Vorbereitung der letzten Saison gewisse Schwierigkeiten hatten. Das werde ich ganz bestimmt vermissen. Aber auch den Verein allgemein, man hat immer versucht alles möglich zu machen und offen und ehrlich Dinge anzugehen. Das ist absolut nicht selbstverständlich. AAS Inside:Gibt es auch Dinge, welche du nicht vermissen wirst?Michal Rybka:Eigentlich nein. Es gibt Sachen wo man sagen kann das ist nicht so gut gelaufen. Aber keine bewegenden Sachen, welche mir in Erinnerung bleiben, was nicht sein musste. Ok, wenn ich jetzt so spontan etwas finden sollte. Die Auslandreisen während den Playoffs werde ich sicher nicht vermissen (Anmerkung der Redaktion: P.A. aus S und M.S. aus S. verabschiedeten sich in der Saison 2015/2016 noch während den Aufstiegsspielen gegen den UHC Thun in den Sprachaufenthalt auf Hawaii und San Diego… ;)). AAS Inside:Deine Zeit mit Sarnen war gezeichnet von Auf und Abs. Dennoch sah man zum Ende deiner Zeit bei Ad Astra eine klare Handschrift im Spiel der Sarner. Was würdest du ändern wenn du zurück könntest?Michal Rybka:(Lässt sich Zeit): Man muss immer die gesamten drei Jahre kurz Revue passieren lassen. Wäre unser Sport professionell, würde ich sicher anders planen. Leider ist unser Sport noch nicht professionell und wenn die Spieler zwei Monate weg wollen in der Vorbereitung, muss man Verständnis aufbringen für diese Entscheide. Ändern würde ich dies gerne, damit die Mannschaft sich immer richtig vorbereiten kann und wir nichts nachholen müssen. Wir haben oft einen Schritt nach vorne gemacht und danach wieder zwei zurück. Im Amateur-Bereich würde ich nichts ändern. Wäre das ein Profi- oder zumindest Halbprofi-Betrieb, würde ich sicher viel ändern. Dennoch glaube ich, wir konnten uns sehr stabil an der Spitze etablieren (Anmerkung der Redaktion: 1x Halbfinal, 1x Aufstiegsspiele, 1x Viertelfinal, Quali 2x 2. Platz und 1x 4. Platz). AAS Inside:Deine taktische Arbeit mit dem Team hat die 1. Mannschaft unberechenbar gemacht. Woher holst du dir jeweils die Inspiration?Michal Rybka:Ich liebe Eishockey, daher versuche ich mich viel vom Eishockey inspirieren zu lassen. Es ist sehr taktisch und sie arbeiten sehr professionell. Der Sport geht sehr vertieft auf taktische Massnahmen ein,...

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AAS Inside: Interview mit Gaby Peter
Jan22

AAS Inside: Interview mit Gaby Peter

  Gaby in Kürze:Name: Gaby PeterPosition: Festwirtin Ad Astra BeizliRückennummer: 15Stammverein: Ad Astra Sarnen AAS Inside: Du bist die Seele des Ad Astra Beizli. Wohl jeder, der in der DFH bereits ein Spiel von Ad Astra Sarnen besucht hat, kennt dich. Du bist stets motiviert und kannst deine Leute immer wieder motivieren. Wie bist du dazu gekommen, diese Aufgabe auf dich zu nehmen?Gaby Peter (GP): Maya Benzinger und Martina Peter sind dazumal auf mich zugekommen mit der Frage, ob ich bei einem Damen Heimspiel einspringen könnte, da zu wenige Helfer zur Verfügung gestanden sind. Ich hatte spontan zugesagt und war von Beginn weg fasziniert von der Euphorie der Ad Astra Familie. AAS Inside: Wie lange machst du diesen Job nun bereits schon?GP: Die Anfrage kam 2007, ich startete als normale Helferin – dazumal führte Mathilde Berwert noch die Geschicke des Ad Astra Beizli. Als Mathilde 2009 jemand für Ihre Nachfolge gesucht hat, wurde ich von ihr angefragt ob ich es mir vorstellen könnte, diese Aufgabe zu übernehmen. Nach reiflicher Überlegung und mit gütiger Mithilfe von meinen Helfern, habe ich mich dazu entschlossen meinen Teil in Form dieser Aufgabe zu einem erfolgreichen Spielbetrieb beizutragen. Zu Beginn war es nicht einfach, es gab noch keine Helferliste zur Orientierung. So begann ich meine Bekannten einzubinden. Heute sind es ca. 15 Freiwillige, wo rund um die Heimspiele von Ad Astra Sarnen in der Festwirtschaft mitwirken. AAS Inside: Welche Spielerin und welcher Spieler von Ad Astra sind dir besonders in Erinnerung geblieben?GP: Das ist eine ganz schwierige Frage, spontan kommt mir Helene Britschgi in den Sinn. Sie hatte immer grossen Einfluss auf das Spiel der 1. Damenmannschaft und konnte ein Spiel jederzeit entscheiden. Bei den Damen ist mir aber auch Maya Benzinger sehr präsent. Wenn Sie angesetzt hat, war immer sofort Action auf dem Feld. Wie eine Dampfwalze ist sie über den Platz gestürmt. Bei den Herren ist es vor allem Roger Berchtold mit seiner Hilfsbereiten Art. Immer wenn ich ein Anliegen betreffend 1. Mannschaft hatte, konnte ich auf ihn zurückgreifen und habe umgehend Informationen erhalten. AAS Inside: Bleibt dir neben dem Job im Ad Astra Beizli noch Zeit für ein anderes Hobby?GP: Vor Ad Astra war ich über 30 Jahre im Samariterverein als Ausbildnerin tätig. Ich habe die Kurse durchgeführt und bildete unsere Mitglieder aus. Nach so langer Zeit, war es für mich Zeit für eine Veränderung und da kam die Aufgabe für Ad Astra Sarnen gerade recht. Heute bin ich noch ein „normales“ Mitglied des Samaritervereins aber keine Ausbildnerin mehr. AAS Inside: Du kochst an den Heimspielen jeweils fürs Damen und Herren Team, damit die SpielerInnen umgehend ihre Reserven auffüllen können. Welche Gerichte mögen die Teams am liebsten?GP:...

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AAS Inside: Interview mit Roger Berchtold
Jan18

AAS Inside: Interview mit Roger Berchtold

Roger in Kürze:Name: Roger BerchtoldAlter: 27Position: VerteidigerRückennummer: 27Spitznamen: Hulk, Rogo, Bärchi, Perz, Perztold, Nogo-Rogo, RöschuStammverein: STV Giswil Dragons AAS Inside: Du gehörst mit deinen 27 Lenzen zu den erfahrenen Spielern im Kader und deine Worte haben im Team Gewicht. Bereits beim Aufstieg in die NLB in der Saison 2011/2012 hast du eine wichtige Rolle gespielt. War es schwierig für dich, bereits als junger Spieler diese Verantwortung zu übernehmen?Roger Berchtold: Gleichzeitig mit mir schafften noch zwei oder drei weitere Spieler aus meiner Altersklasse den Aufstieg in die erste Mannschaft. Mit der Zeit haben wir immer mehr Verantwortung übernommen. Dies passierte nicht von einem auf den anderen Tag. Daher ist es mir nicht sehr schwierig gefallen, diese Verantwortung zu übernehmen, sondern ich bin da herein gewachsen. AAS Inside: Deine Leistungen sind in der Regel auf einem konstant guten Niveau, die Schwankungen sind nur gering. Was ist das Geheimnis deiner Konstanz?Roger Berchtold: „Schuster bleib bei denen Leisten“, bin ich bestrebt zu sagen. Das heisst, dass ich versuche den Fokus auf meine Stärken zu legen. Meine Spielweise ist sicher nicht die spektakulärste, aber sie ist pragmatisch und zielstrebig. Das Schönspielen überlasse ich anderen Ballkünstlern, ich versuche mich in den Dienst der Mannschaft zu stellen und dem Team zu helfen. AAS Inside: Deine Behaarung ist berühmt berüchtigt, dein Bart hat es sogar einmal ins Heft von Unihockey.ch geschafft. Aus welchen Gründen trägst du dein Barthaar seit einigen Monaten in voller Pracht? Bist du vom Typ her eher ein Förster à la Herrmann Schönbächler oder eher ein Hipster? Die Playoff-Zeit hat ja noch nicht begonnen… 🙂Roger Perztold: (lacht) Den Beitrag von Unihockey.ch hatte ich bereits wieder vergessen. Den Bart trage ich definitiv nicht aufgrund einer verlorenen Wette. In meinen jungen Jahren war meine Haarpracht noch nicht so ausgeprägt wie heute. In den Playoffs konnte ich mir früher nur Koteletten wachsen lassen. Zu diesem Zeitpunkt wurde Pierina Beroggi von Unihockey.ch in der Rubrik „Ping Pong“ befragt und dort hat sie meine Koteletten erwähnt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich mein Bartwuchs und in dieser männlichen Euphorie entschied ich mich, dass ich die Haare spriessen und mir einen Vollbart wachsen lasse. Als Hipster sehe ich mich deswegen nicht. Ich komme ja aus der Handwerker-Ecke und bin darum den Förstern näher (lacht). Vom Bart her ist Benji von Ah mein Vorbild, aber da komme ich noch nicht ganz heran (seufzt). AAS Inside: Du bist in der 1. Mannschaft auch als Hulk bekannt. Da du unihockeytechnisch wohl längst nicht mehr grün hinter den Ohren bist, stellt sich für uns die Frage, woher dieser Spitzname kommt?Roger Berchtold: Angefangen hat dies als Jux unter Teamkollegen. Wir haben es sehr gut untereinander im Team und unternehmen auch neben den Trainings und Spielen immer...

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Ad Astra Inside: Interview mit Björn von Rotz
Dez22

Ad Astra Inside: Interview mit Björn von Rotz

Björn in Kürze:Name: Björn von RotzSpitznamen: Bjern, Bjerni, Bjernikajula, BärtschiAlter: 26Position: FlügelstürmerRückennummer: 21Stammverein: UHC Sharks Kägiswil-Alpnach AAS Inside: Björn, dein Ruf eilt dir in vielen Aspekten voraus, deine Talente seien vielseitig abgestützt. Du hast lange neben dem Unihockey auch Eishockey gespielt und warst nicht weniger talentiert in dieser Sportart. Was hat dich dazu bewogen, Unihockey dem Eishockey vorzuziehen und auf diese Karte zu setzen?Björn von Rotz (BvR): Als Kind habe ich zuerst mit Eishockey begonnen. Durch Kollegen wurde ich auf Unihockey aufmerksam und habe begonnen dies in einem Verein zu spielen. Zehn Jahre lang konnte ich beide Sportarten nebeneinander ohne Probleme ausüben. Als ich die Chance für die erste Mannschaft von Sarnen erhalten habe, musste ich mich auf Grund des Aufwandes entscheiden. Auch auf Grund meiner Freunde habe ich mich dazumal für Unihockey entschieden. AAS Inside: Hinter vorgehaltener Hand sagt man, dass du die wohl feinsten Hände der Ad Astra Geschichte hast. Man vergleicht dich sogar mit dem NHL-Spieler Sven Bärtschi, von dem du einen Spitznamen geerbt hast. Ehrt dich ein solcher Vergleich? BvR: (lacht) Ob das wirklich so ist, sei mal dahin gestellt. Natürlich ehrt es mich und macht mich stolz, solche Aussagen zu hören. Ich versuche stets meine Stärken für das Team optimal einzusetzen. Wenn diese so wahrgenommen werden, hört man dies selbstverständlich gerne. Da ich sehr gerne NHL spiele auf der Konsole, sind bereits einige spannende Duelle gegen Robin Markström entstanden. Er ist in der Regel besser aber ich hatte in meinem Team oft Sven Bärtschi. Da eben dieser auch in aussichtslosen Spielen immer wieder sehenswerte Tore erzielt hat (Shorthander, Dribblings etc.) prägte sich Robin den Namen schnell ein. Daher werde ich nun zumindest von ihm immer so genannt, wenn ich Tore erziele (lacht). AAS Inside: Mit Roman Zurmühle ist nach einer beruflich bedingten Abwesenheit ein langjähriger Blockpartner zurück im Team. Zusammen mit Roman Schöni bildet ihr nun wieder den ligaweit berüchtigten Dreizack. Welcher Angriff ist gefährlicher, Ronaldo/Bale/Rodriguez oder von Rotz/Zurmühle/Schöni?BvR: (lacht erneut, um dann mit einem Augenzwinkern fortzufahren) Ganz klar wir! Es ist tatsächlich so, dass wir sehr gut zusammen harmonieren. Wir spielen seit einigen Jahren mehrheitlich in derselben Linie und kennen unsere Laufwege daher sehr gut. Der Mix aus Passgeber und „Schiessdölf“ (Anm. der. Redaktion: jemand der jede Gelegenheit zum Abschluss nutzt), ist bei uns in der Linie sehr ausgeglichen. AAS Inside: Woher kommen diese Sicherheit und das Vertrauen in die eigene Technik? Wie hast du dir diese Fähigkeit angeeignet?BvR: „Ehrliche Büez“ ist wohl das A und O bei der Entwicklung jedes Spielers. Stetiges Wiederholen und nie zu stagnieren ist sehr wichtig. Ich habe auch viele Videos und Livespiele von Profis oder Freunden gesehen und vom Zuschauen gelernt. Ich wollte stets alle Tricks beherrschen, welche...

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