Ad Astra Jungspund spielt für die Kiwis an WM-Qualifikation

Mit Andreas Ming bestreitet aktuell ein Ad Astra Junior die WM-Qualifikationsspiele der Asien-Ozeanien-Gruppe in Jeju Island (Südkorea). Der 18-jährige spielt dabei erstmals für das Nationalteam Neuseelands und kämpft mit seinem Team um einen Startplatz für die Weltmeisterschaft vom kommenden Dezember in Tschechien. Gegner sind dabei andere Unihockey Exoten wie Singapur, Malaysia und Japan. 

 

Im Interview mit Ad Astra Inside gibt uns Andi einen Einblick über das Zustandekommen seines Auftritts für die Kiwis.

Andreas in Kürze:

Name: Andreas Ming
Alter: 18
Position: Verteidiger
Rückennummer: Sarnen 27, Neuseeland: 71
Stammverein: Ad Astra Sarnen

 

AAS Inside:
Andy, du bist zum ersten Mal für eine Nationalmannschaft aufgeboten. Wie kommt es dazu, dass du nun für Neuseeland um den Lochball kämpfst?

Andreas Ming (AM):
Weil mich die Schweizer nicht wollten. Nein, im Grunde genommen ist das ein Zusammenspiel aus vielen Zufällen. Die Staatsbürgerschaft habe ich von meinem Vater geerbt, da meine Grosseltern für 12 Jahre in Neuseeland gelebt haben und mein Vater dort zur Welt kam. Das erste Mal auf Unihockey in Neuseeland aufmerksam wurde ich, als Nils Schälin dort sein Austauschhalbjahr absolvierte. Doch den ersten Kontakt machten dann die Kiwis, als mir der Wellingtonstorms Unihockey-Club auf Instagram schrieb und fragte ob ich Lust hätte. Und so führte das eine zum andern und nun bin ich hier auf den Jeju-Islands in Südkorea am Unihockey spielen.

 

AAS Inside:
Wann hast du von deinem ersten Nationalmannschafts Aufgebot erfahren?

AM:
Das war am 31. Oktober, als das Mail kam.

 

AAS Inside:
Bereitest du dich speziell auf die WM Qualifikation vor? Musst du gewisse Kriterien erfüllen?

AM:
Wir haben einen Trainingsplan gekriegt. Diesen habe ich aber nicht gross beachtet, da er mit meinem Trainingsbetrieb in Sarnen nicht übereinstimmte.
Jedoch habe ich mehr gemacht als zuvor, war zwischen durch joggen und habe mehr an meiner Physis gearbeitet.

SGP v NZL_news

Andi Ming verteidigt den Ball im Spiel gegen Singapur

 

AAS Inside:
Wie vereinbarst du den Nationalmannschafts Zusammenzug mit deiner Ausbildung sowie dem Vereinstraining? Geht dies ohne Probleme aneinander vorbei?

AM:
Ja, dies geht ziemlich problemlos aneinander vorbei. Ich werde ein paar Absenzen in der Schule haben, welche ich nacharbeiten werden muss, mein Lehrbetrieb hat dies jedoch problemlos gutgeheissen. Im Verein werde ich leider das U18 Spitzenspiel gegen Uri verpassen, aber die Jungs werden das auch ohne mich packen.

 

AAS Inside:
Die Nationalmannschaft bringt einen grossen Zusatzaufwand mit sich, was machst du wenn du nicht gerade auf einem Unihockeyfeld stehst?

AM:
Eat, sleep repeat!

 

AAS Inside:
Wie sind deine Ziele mit Ad Astra Sarnen für diese Saison?

AM:
Definitiv der Aufstieg der U18 vom B ins A.

Andi Ming

 

Im ersten Spiel gegen Singapur resultierte eine klare 10:2 Niederlage. Heute gab es gegen Malaysia dann ein 5:5 Unentschieden. Morgen geht es im letzten Spiel dann noch gegen Japan. Für alle Nachteulen besteht die Möglichkeit das Spiel gegen Japan per Livestream mitzuverfolgen.